Es ist allgemein bekannt, dass in den Vereinigten Staaten sehr viele Bevölkerungsgruppen leben. Diese können sich zum Teil sehr voneinander unterscheiden. Ein Kriterium ist die religiöse Zugehörigkeit. Amerika war schon immer ein sehr willkommenes Zuhause für diejenigen, die ihre religiösen Lebensstil in ihre alte Heimat nicht aufgeben wollten. So ist es auch mit der Amisch. Diese strenge religiöse Gemeinde ist schon seit einigen Jahrhunderten in Amerika und gehört sicherlich zu den interessantesten der US-Bevölkerung. Der Grund dafür ist ganz einfach, ihr Lebensstil unterscheidet sich nämlich wirklich sehr stark von alldem, was man sonst in Amerika kennt. Hauptsächlich leben sie in Pennsylvania nach ihren eigenen religiösen Regeln. Sie haben Sitten und Rituale was für Außenstehende sehr interessant aber auch sehr seltsam vorkommen kann.

Unter diesen Regeln leben die Amisch – Könntest du das auch?
Was, nicht mal ein Auto?
Eine bekannte Tatsache über die Amisch ist, dass sie nicht nur alte Traditionen befolgen, sondern parallel auch sehr viele moderne Errungenschaften nicht benutzen wollen. So ist es auch mit dem Auto. Sie bevorzugen es viel eher Kutschen und Pferde zu benutzen wie damals. Besser gesagt, verbietet es ihnen sogar ein religiöses Gesetz ein Auto zu fahren. Sie dürfen sie allerdings benutzen, wenn sie darauf angewiesen sind. Sie können auch in ein Autobus oder sogar auch in ein Flugzeug einsteigen wenn es nötig ist. Ansonsten verlassen sie sich ganz auf ihre Pferde.

Was, nicht mal ein Auto?
Ihre Bärte
Die Männer der Amisch-Gemeinden sind immer sehr gut zu erkennen. Nicht nur an ihrer Kleidung und ihren Hüten, sondern vor allem an ihren sehr eigenartigen Bart. Verheiratete Männer tragen immer einen Bart, und zwar nur einen Bart, ohne Schnurrbart! Sie haben eine ganz spezielle Regel, die besagt, dass sie nur Bärte tragen zu dürfen. Vollbärte sind allerdings nicht nur erlaubt sondern auch erwünscht. Dieses Verbot stammt noch aus einer Zeit, wo sich die Amisch-Männer von den Soldaten unterscheiden wollten. Diese haben damals nämlich nur Schnurrbärte getragen.

Ihre Bärte
Die Taufe eines gläubigen Gemeindemitglieds
Dass die Taufe eines der wichtigsten Meilensteine im Leben eines Amisch ist, ist sicherlich keine Überraschung. Wenn man aber erfährt, dass man dieses Ereignis zweimal im Leben hat, kommen den Laien schon einige fragen auf. In den meisten Amisch Ordnungen wird man nämlich einmal als Baby getauft, und dann vor dem Erwachsenwerden nochmals. Mit der zweiten Taufe, soll die Person ihre Verbundenheit mit der Gemeinde beweisen. Nachdem muss sie sich nämlich alle Regeln aus Überzeugung folgen. Falls eine das nicht akzeptiert, muss sie allerdings die Gemeinde und die Familie verlassen.

Die Taufe eines gläubigen Gemeindemitglieds
Die strengen Regeln
Auch wenn es viele verschiedene Ordnungen gibt, haben alle ziemlich strenge Regeln. Einige gelten dabei als wenig streng, doch im Grunde unterscheiden sie sich nicht zu sehr voneinander. Diese Regeln betreffen das ganze Leben der Mitglieder. Die Grundbedingung damit einer zur Gemeinde gehört ist, dass man diese Regeln akzeptiert und befolgt. Es gibt eine Regel für alles, von der Kinder Erziehung bis zu Heirat. Diese Gesetze stammen wie wir schon denken können nicht aus der modernen Zeit. An vielen Aspekten ihres Lebens sieht mann, das, Beispielsweise an den Kleiderverordnungen.

Die strengen Regeln
Die lokale Autonomie
Auch wenn es vielleicht auf dem ersten Blick nicht auffallen würde, sind Armisch-Gemeinden ein wenig unterschiedlich. Sie haben ihre eigenen Kirchen mit lokaler Autonomie. Diese ist quasi ein Regierungsorgan und bestimmt die Regel für die Bewohner. Natürlich sind diese immer auf den alten Traditionen basiert. Da sich die Regeln unterscheiden, gibt es auch in der Lebensweise der Amisch kleine Unterschiede. Einige gelten dabei als mehr liberal, obwohl man das natürlich nicht wortwörtlich, sondern im Verhältnis zu strengeren Ordnungen verstehen muss. Unterschiede gibt es in kleine Details, wie die Kleidung.

Die lokale Autonomie
Die Tradition des Rumspringa
Wer sich mit der Amisch-Gemeinde auskennt, wird dieses Wort sicherlich gut verstehen. Es ist eine ganz interessante Tradition, die man vielleicht nicht bei den Amisch ich vermutet hätte. Die Zeit der „Rumspringa“ bedeutet bei dem Amisch eine ganz spezielle Zeit im Leben. Bis sie nämlich das Teenager Alter erreicht haben, können sie auf diese Weise ein Geschmack an einem anderen Leben bekommen. Sie können sich aus der Gemeinden zurückziehen, und die große weite Welt entdecken. Nach dieser Zeit entscheiden sich die meisten natürlich dafür in der Gemeinde zu bleiben.

Die Tradition des Rumspringa
Ganz normale Ehen
Wer sich mit strengen religiösen, oder sehr traditionsbewussten Gemeinden auskennt, weiß, dass sich sehr viele Ehepaare durch eine arrangierte Ehe finden. Bei den Amisch könnte man diese Vorgehensweise auch vielleicht vermuten, doch das ist bei ihnen nicht der Fall. Junge Paare können sich frei kennenlernen. Auch wenn es doch oft vorkommt, dass man die jungen Paare bewusst einander vorstellt, glauben sie daran, dass auch nicht arrangiert Ehen erfolgreich sein können. Wie man sich kennenlernt und heiratet ist natürlich auch streng nach den Vorschriften geregelt. Genauso wie das spätere Eheleben.

Ganz normale Ehen
Sprachkompetenz
Weißt du welche Sprache die Amisch sprechen? Englisch ist sicherlich leicht zu erraten, doch damit ist es noch nicht vorbei. Auch wenn sie ein anderes Schulsystem haben, als die meisten Amerikaner, sind ihnen Fremdsprachen, beziehungsweise die Sprache ihrer Gemeinde sehr wichtig. Die Amisch-Kinder müssen diese gut beherrschen können. Sie sprechen diese nicht nur in der Familie, sondern lernen sie auch in der Schule. Neben Englisch wäre das Deutsch und Niederländisch. Wenn man mal also die Amisch besucht, kann man sich darauf einstellen diese drei Sprachen von ihnen zu hören.

Sprachkompetenz
Die Zeit um zu Heiraten
In jeder Kultur gibt es traditionell eine Zeit wenn man heiratet. Bei den Amisch ist es in diesem Fall auch nicht anders. Doch auch in diesem Punkt unterscheiden sie sich von den meisten amerikanischen Paaren, denn die Hochzeitssaison ist bei ihnen auch nicht das übliche. Sie bevorzugen es nämlich eher im Herbst oder sogar im frühen Winter zu heiraten. Dabei geht es natürlich nicht um das Wetter. Sondern Ehen, dass sie so die Feierlichkeiten mit Feiertagen wie Thanksgiving oder Weihnachten verbinden können. Bei Hochzeiten gelten natürlich auch strenge Kleider- und Benimmregeln.

Die Zeit um zu Heiraten
Die Gesundheit
Hättest du gedacht, dass Amisch-Gemeinden im Schnitt viel gesünder sind, als andere Bewohner Amerikas? Das hat einen ganz bestimmten Grund, die eigentlich auf der Hand liegt. Hier sind die strengen Regeln sehr hilfreich, wenn man auf die Gesundheit achten. Rauchen und Alkohol ist nämlich bei den Amisch aus religiösen Gründen streng verboten, was ich natürlich sehr positiv auf jede Gesundheit auswirkt. Tatsächlich haben sie eine viel kleinere Krebsrate, und zwar um beachtliche 40 %! Das spricht wirklich für sich. Auch andere Menschen könnten von diesem guten Beispiel nur lernen.

Die Gesundheit
Die Mode
Was die Mode angeht sind die Mitglieder der Amisch-Gemeinden aufgrund ihrer Kleidung sehr gut zu erkennen. Männer und Frauen kleiden sich natürlich strikt anders. Die Kleider werden selbst zu Hause hergestellt, meistens von den Frauen. Die Farben sind ebenfalls von strengen Regeln reguliert, so können sie dunkle, natürliche Töne meist Grau oder Schwarz nutzen. Sie sollen damit natürlich bescheiden und unauffällig wirken, deswegen sind bunte Farben oder auffällige Muster verboten. Die nötigen Stoffe können sie dann innerhalb der Gemeinde kaufen und verwenden bekannte, traditionelle Schnitte bei der Herstellung.

Die Mode
Woher kommen die Amisch?
Weißt du woher eigentlich die Amisch-Gemeinden stammen? Schließlich haben nicht immer in den Vereinigten Staaten gewohnt. Wie viele andere wanderten sie vor einigen Jahrhunderten aus Europa ein. Da sie damals wegen ihrer Religion verfolgt wurden, haben sie sich dafür entschieden, ein neues Leben in Amerika anzufangen. Damals kamen viele Familien, und ließen sich in Pennsylvania nieder. Hier hatten sie die Freiheit ihre Religion und ihre Traditionen ganz frei auszuüben. Interessanterweise lebe sie noch heute nach den strengen Sitten, wie sie damals in Europa hatten.

Woher kommen die Amisch?
Vor der Ehe in einem Bett schlafen
Die Amisch haben eine wirklich sehr seltsamen Brauch, die man in einer strengen religiösen Gemeinde höchstwahrscheinlich nicht erwartet hätte. Sie ermutigen nämlich junge Paare vor der Hochzeit in einem Bett zu schlafen. Auch wenn sie dabei voll bekleidet bleiben müssen, und von einem Strick im Mitte des Bettes getrennt sind, bleiben sie alleine im Zimmer, im Haus der Eltern. Dieser braucht dient dazu, dass sich das Paar vor der Ehe besser kennenlernen kann, und dass sie sich besser aneinander gewöhnen können. Das gibts wirklich nur bei den Amisch.

Vor der Ehe in einem Bett schlafen
Die Steuerregel
Auch wenn die Amisch-Gemeinden von dem Staat ein wenig mehr unabhängig leben, wie andere Amerikaner, müssen sie sich natürlich im finanziellen System des Landes beteiligen. D.h. sie müssen Steuern und Abgaben bezahlen wie jeder andere auch. Doch die Gemeinden bekommen von der amerikanischen Regierung eine wesentliche Unterstützung. Die meisten Ordnungen könnten sich alleine nicht aufrechterhalten, deswegen sind ihre Mitglieder und auch die ganze Gemeinde auf staatliche Hilfe angewiesen. Die meisten Familien arbeiten in der eigenen Landwirtschaft oder haben in der Gemeinde kleine Geschäfte und Unternehmen.

Die Steuerregel
Die größte Amisch-Bevölkerung
Woher die Amisch stammen, wurde früher schon geklärt. Es ist auch oft bekannt bekannt, dass die meisten Amisch-Familien heute in Gemeinden in Pensilvania befinden. Doch viele leben auch in Ohio. Diese US-Staaten sind für die Amisch ideal, da sie hier gut Landwirtschaft betreiben können. Das bringt nämlich das meiste ihrer Einkommen. Auch wenn es die meisten Ordnungen in diesen beiden Bundesstaaten gibt, kann man Amisch-Familien auf der ganzen Welt finden. Einige kleine Ordnungen suchen sich noch mehr abgeschottete Plätze, so leben einige Familien auch in Süd-Amerika.

Die größte Amish-Bevölkerung
Nur eine kurze Ausbildung
Die Ausbildung von Amisch-Kindern, beziehungsweise ihre Schulzeit dauert nicht allzu lange. Ihre Grundausbildung dauert acht Jahre. Nachdem sie ihre kurze Ausbildungszeit beendet haben, werden sie nämlich in der Familie gebraucht. Nach der Schulzeit fangen die meisten Jugendlichen gleich an in der Landwirtschaft oder Unternehmen der Familie zu arbeiten. Als Lehrerinnen arbeiten in den privaten Schulen die Frauen aus der Gemeinde. Im Lehrplan haben sie im Grunde Mathematik, Lesen und Schreiben gelernt. Und das auch für nur acht Jahre. Wie wir schon gesehen haben, lernen sie allerdings in der Schule drei Sprachen.

Nur eine kurze Ausbildung
Das Wählen
Wenn es um die Politik geht, unterscheiden sich die Amisch-Gemeinden auch von andere Bevölkerungsgruppen in den USA. Ganz ziehen sie sich nicht aus ist im System, schließlich sind sie auch von sehr vielen Entscheidungen direkt betroffen. Wenn es um das Land geht, sind sie an den Wahlthemen interessiert, ansonsten beteiligen sie sich nicht an den Politischen Entscheidungen. Sie stellen sich bei politischen Entscheidungen, wie man es sich schon denken kann, nicht den Vordergrund, besser gesagt lehnen die meisten sogar ab zu wählen. Bei den Präsidentschaftswahlen partizipierten sie auch nur selten.

Das Wählen
Als loyale Friedensstifter
Dass die Amisch nicht zu aggressiven Menschen gehören, liegt auf der Hand. Schon seit kleinauf werden sie so erzogen, dass sie friedlich miteinander umgehen. Natürlich gilt das auch für die Konflikte, die sich in den Ordnungen ergeben können. Sie lehnen Gewalt strikt ab, und probieren Streit zu vermeiden. Sie sind bekannt dafür, dass sie ein friedliches Leben anstreben. Deswegen ist es für sie sehr wichtig diese Tugenden zu pflegen. Sie gelten als sehr gute Friedensstifter. Da sie jegliche Form von Leben schützen, sprechen sie sich sehr oft gegen die Todesstrafe aus.

Als loyale Friedensstifter
Nur ein einzigartiges Spielzeug
Amisch-Kinder unterscheiden sich von anderen Kindern in den USA nicht nur aufgrund ihrer Kleidung, oder ihre Schulausbildung. Wenn es um ihre Spielzeuge geht, spielen sie nicht mit den üblichen Spielen, den man in einem Geschäft kaufen kann. Schließlich sollte alles auch schon in diesem Alter ihren Sitten entsprechen. Meistens spielen sie mit selbstgenähten Puppen, die aus der Gemeinde kommen. Was gleich bei diesen Puppen auffällt ist, dass sie keine Gesichter haben. Das soll die Kinder schon von kleinauf lehren, sich immer bescheiden zu verhalten und nicht narzisstisch zu sein.

Nur ein einzigartiges Spielzeug
Alle gleich
Auf eines achten die Amisch-Gemeinden sehr, wenn es um die Beziehung zwischen den Mitgliedern geht. Es ist für sie nämlich sehr wichtig, dass es keine Unterschiede zwischen den Menschen gemacht werden. Keiner sollte höher stehen als andere. Ziel ist es, dass man jeden gleich behandelt, und das wird von ganz klein auf gelehrt. Aus diesem Grund erlauben sie Musik nicht, denn keiner sollte mit etwas herausragen, und damit beliebter werden. Wenn wir einmal in einem ähnlichen Geschäft sind, werden wir mit Sicherheit auch aus diesem Grund keine Musik hören.

Alle gleich
Haben die Amisch wirklich keinen Computer?
Es ist allgemein bekannt, dass die Amisch-Gemeinten technologische Errungenschaften strikt vermeiden. Manchmal gibt es allerdings Lücken, wie sie die Verbote umgehen können. Schließlich ist ein Computer auch verboten, damit man nicht an verbotenen Inhalte gelangen kann. Vor kurzem kam ein neuer Computer in die Geschäfte, die speziell für die Mitglieder der Amisch gemacht worden sind. Mit diesen kann man nur Dokumente oder Tabellen erstellen. Alle andere Funktionen wie Musik, Spiele oder Internetverbindung sind nicht erhalten. So können Sie diese spezielle Variante eines Computers nutzen, um ihre geschäftlichen Administration zu machen.

Haben die Amisch wirklich keinen Computer?
Eine wachsende Bevölkerung
Als vor einigen Jahrhunderten die Amisch erst in die USA eingewandert sind, waren sie nur eine kleine Bevölkerungsgruppe unter vielen. Seit dieser Zeit haben sie es geschafft autonom zu bleiben, und haben sich nicht mit anderen Bewohnern gemischt. So kann man sehr gut mitverfolgen, wie stetig diese Gemeinde wächst. Sie vergrößern sich immer mehr. Am Anfang hatten sie Ungefähr nur 2000 Mitglieder, doch mittlerweile haben alle Ordnungen zusammen gezählt in etwa 3.000.000 Mitglieder. Das ist wirklich sehr beachtlich. Schließlich haben sie ja auch das Gebot, dass sie sich vermehren müssen.

Eine wachsende Bevölkerung
Die strengen Richtlinien für Kleidung
Einer der ersten Merkmale, woran man einen Amisch Mann, Frau oder Kind erkennen kann, sind sicherlich die Kleider. Diese werden immer noch nach denselben Stil hergestellt, wie vor mehreren Jahrhunderten. Es gelten dabei ganz konkrete Regeln auch auf die Kleidung. Ein spezieller Kleiderkodex legt die Regeln fest. Egal wenn es um die Stoffe, die Farben oder den Schnitt geht. Das hat jedes Mitglied der Ordnungen zu befolgen. Um sicher zu gehen, dass alles stimmt, nähen die Mitglieder in der Ordnungen die Kleider selber. Vor allem ist das die Aufgabe der Frauen.

Die strengen Richtlinien für Kleidung
Von der Gemeinschaft isoliert
Wenn die Mitglieder der Amisch ins Teenager Alter kommen, müssen sie sich eine sehr schwierige Entscheidung stellen. Wenn ihre Rumspringa Reise nämlich vorbei ist, müssen sie sich dafür entscheiden, ob sie weiterhin Teil ihrer Ordnung sein möchten. Wenn sie sich dazu entschließen, müssen sie sich nach ihrer zweiten Taufe allen Regeln unterwerfen. Doch wenn sie das nicht akzeptieren, müssten sie ihre Ordnung, und damit auch ihre Familien für immer verlassen. Über 90 % entscheiden sich natürlich ihr Leben in ihrer Gemeinde weiterzuführen und gründen nach ihrer Heirat selber eine Familie.

Von der Gemeinschaft isoliert
Technologische Ausnahmen
Wenn es zu den Umgang mit Technologie schnell Mannschaften geht, haben die meisten armig Gemeinden sehr strenge Regeln. Normalerweise erlauben Sie die Verwendung von modernen Geräten überhaupt nicht. Es gibt allerdings doch einige Ordnungen, die erkannt haben, dass man unter strengen Bedingungen doch mit der Zeit gehen kann. Das meint allerdings nicht Geräte, die wir heute als technisch Ansehen würden. Die Alona Amisch-Gemeinde zum Beispiel erlaubt Traktoren, mechanische Küchenschränke, Badewanne mit laufendem Wasser und Gasherde. Es finden sich allerdings doch einige liberale Ordnungen, die sogar das nutzen von Mobiltelefonen erlauben.

Technologische Ausnahmen
Überhaupt keine Ringe
Wie wir schon gesehen haben gibt es im Amisch-Gemeinden sogar Regeln für die Hochzeit. Wer eine plant, natürlich mit der Hilfe der Eltern und der ganzen Gemeinde, muss nicht nur die Jahreszeit beachten. Verlobte Paare müssen noch viele andere Regel befolgen. Einer von denen besagt, dass heiratende Paare keine Ringe haben dürfen. Ringe sind nicht Teil der Verlobung, und auch nicht der Hochzeit. Der traditionelle Brauch also, was man bei den meisten christlichen Hochzeiten beobachten kann, nämlich, dass Ringtauschen wir bei den Amisch im ganzen im Ganzen ausgelassen.

Überhaupt keine Ringe
Geheime Verlobungen
Die Regelungen, die ums Heiraten gehen, sind wirklich lang. Wenn man einen geeigneten Partner gefunden hat, wird die Verlobung so lange es geht geheimgehalten. Normalerweise verloben sich Paare im Frühling und halten es bis zu den Sommermonaten geheim. Das wäre ja noch gut nachvollziehbar, doch sie halten es tatsächlich vor ihren eigenen Familien geheim! Nachdem die Familie schon eingeweiht ist, erfährt dann auch der Rest der Gemeinde im Monat Oktober, wer bald heiraten wird. Die meisten Hochzeiten finden bei den Amisch nämlich im Oktober statt, bis hin zum frühen Winter.

Geheime Verlobungen
Kein weißes Kleid
Um gleich mal bei den Hochzeiten und den Vorschriften zu bleiben, kommen wir jetzt zu einen der wichtigsten Sachen, zumindest für eine Braut. Das Hochzeitskleid. Amisch Bräute ziehen nämlich im Gegensatz zu fast allen auf der Welt kein weißes Kleid an. Stattdessen tragen sie an ihren großen Tag ein blaues Kleid. Dieses Hochzeitskleid, sowie die Kleider der Brautjungfer werden selbst genäht. Ihr blaues Kleid wird dann nach der Hochzeit nicht nur zu ihr Kirchenkleid. Es wird sie nicht nur ihr ganzes weiteres Leben begleiten. Nach ihrem Tod werden sie nämlich damit begraben.

Kein weißes Kleid
Traditionelles Essen
Wenn es um das Hochzeitsmenü geht, haben die Amisch natürlich auch sehr viele Regeln und Bräuche. Und sie haben dabei ein sehr beliebte Zutat. Ein traditionelles Nahrungsmittel, den man auf Hochzeiten nämlich serviert bekommt ist tatsächlich Sellerie. Es ist ein Hauptzutat für Suppen und viele andere Gerichte. Oft wird es sogar als Dekoration verwendet, anstatt Blumen. Aus diesem Grund fangen die meisten Familien schon lange vor der Hochzeit an, Sellerie einzupflanzen. Damit sie zeitlich ihre Ernte haben, pflanzen viele sogar bevor sie überhaupt wissen, dass das Paar verlobt ist.

Traditionelles Essen
Keinen Ruhestand
Nachdem Amisch-Kinder ihre Ausbildung beendet haben, fangen sie noch im früher Teenageralter an auf dem Land oder im Geschäft ihre Eltern zu arbeiten. Nach dem arbeiten sie meist in diesen Berufen weiter bis sie 50-70 Jahre alt werden. Wenn man bedenkt, dass sie allerdings keine leichte Arbeit haben, sondern meistens harte physische Aufgaben erledigen müssen, ist das dann doch viel. Natürlich kommt es oft vor, dass ein Mann physisch nicht mehr auf dem Feld weiterarbeiten kann, in diesem Fall kümmert sich seine Frau zu Hause um ihn.

Keinen Ruhestand
Die Taufe
Bei den Amisch gibt es eine ganz interessante Tradition, die es bei den anderen christlichen Gemeinden nicht gibt. Wenn sie zwischen 16 und 25 sind, werden sie nämlich getauft. Da Babys sich noch nicht frei für die Kirche entscheiden können, werden sie bei den Amisch erst viel später getauft. Ein großes unterschied ist allerdings, dass sie sich für diese zweite Taufe frei entscheiden können. Nachdem müssen sie die Regeln der Ordnungen annehmen und werden bald auch heiraten. Dabei müssen Sie sich einen Ehepartner aus der selben Kirche, also Ordnung suchen.

Die Taufe
Das Fotografieren
Eigentlich ist es überraschend, dass ein Fotoapparat nicht grundsätzlich bei den Amisch verboten ist. Eine interessante Regelung betrifft so auch die Fotografie. Dies ist nämlich bei den meisten Amisch-Gemeinden erlaubt, auch wenn es eine ziemlich entwickelte Technologie ist. Jedoch dürfen die Amisch nicht sich selber fotografieren. Außerdem findet man keine Fotos in den Zuhause der Amisch-Familien. Wie wir uns schon denken können, hat das auch mit den Puppen ohne Gesichtern, oder den eigenen Kleidern zu tun. Schließlich sollte jedes Mitglied der Gemeinde so bescheiden wie möglich bleiben.

Das Fotografieren
Gemeinsame Aktivitäten
Was bei den streng religiös lebenden Amisch als ein großes Event gilt, ist zum Beispiel wenn eine neue Scheune gebaut werden muss. Dann greifen sich alle Amisch unter die Arme, und arbeiten zusammen an dem Projekt. Eigentlich kommen zu dieser Arbeiten mehrere 100 Personen zusammen. Meistens werden Scheunen zusammen gebaut, und jeder Mann probiert sich dabei zu beteiligen. Die Frauen in der Gemeinde sind auch nicht untätig und versorgen die arbeitenden Männer mit Essen und Trinken. Diese sehr populäre Aktivität schafft nicht nur eine stärkere Gemeinde, sondern ist auch sehr produktiv.

Gemeinsame Aktivitäten
Bleiben oder Gehen
Es ist wirklich ein interessanter Brauch bei den Amisch, dass sie zu ihrer Teenagerzeit die Welt erforschen können. Nachdem müssen sie sich entscheiden, ob sie in ihrer Gemeinde bleiben wollen und alle Regeln nach dem befolgen. Anscheinend ist ihre Bildung zu Hause und in der Schule allerdings recht erfolgreich, da sich 90 % der Teenager sich für ihre Gemeinde entscheiden. Nach dem folgt ihre Taufe. Allerdings wären die Konsequenzen im anderen Fall sehr groß. Sie müssten nicht nur ihre Gemeinde, sondern auch ihre Familie verlassen, und wären im Grunde verbannt.

Bleiben oder Gehen
Hunde Züchtung
Die meisten Amisch-Familien beschäftigen sich mit Landwirtschaft. Deswegen sind sie damals auch vor allem in Pennsylvania angesiedelt. Schließlich gibt es hier sehr gutes Land, auf dem sie viel züchten können. Die Amisch sind berühmt dafür vieles Anzubauen. Doch damit verdient man oft viel zu wenig. Deswegen mussten sie sich nach anderen Tätigkeiten umschauen, damit sie ihre Familien ernähren können. So haben sie sich für die Züchtung von Hunden entschieden. Indem sind sie auch schon erfolgreich. Mittlerweile werden über 20 % der Hundefahrens in Amerika von Amisch-Gemeinden geführt.

Hunde Züchtung
Hohe Inzucht
Auch wenn die Amisch-Gemeinden ständig wachsen, gibt es ein Phänomen, an dem sie nicht viel ändern können. Die Tatsache, dass sie nur Partner aus der eigenen Gemeinde suchen können, führt nämlich dazu, dass eigentlich in jeder Amisch-Ordnung die Inzuchtrate sehr hoch ist. Auch wenn sie das nicht beabsichtigen, dürfen sich Cousins und Cousinen heiraten. Da sie keine andere Wahl haben, heiraten sie innerhalb der größeren Familie, und sind mittlerweile mit jeden irgendwie verwandt. Das ist der Preis dafür, dass sie sich nicht mehr mit anderen Ordnungen mischen möchten.

Hohe Inzucht
Kein Missionierten
Eigentlich ist es doch überraschend, dass die Amisch niemanden von ihren Glauben überzeugen wollen. Schließlich ist das normalerweise eine wichtige Aufgabe von jeder christliche Gemeinde. Doch interessanterweise sind die Amisch überhaupt nicht so. Sie wollen den Kontakt mit der Außenwelt vermeiden, und wollen auch keine fremden in ihre Gemeinden aufnehmen. Im Grunde ist es fast unmöglich, sich den Amisch anzuschließen. Sie verzichten komplett drauf andere bekehren zu wollen, so müssen sie ja auch mit niemanden in Kontakt treten. Auf diese Weise können sie ihre Ordnungen von fremden Einflüssen schützen.

Kein Missionierten
“Englishe” Außenseiter
Eigentlich ist es eine Voraussetzung für den Fortbestand der Amisch-Gemeinden, dass sie sich abschotten. Sie vermeiden jeglichen Kontakt mit der modernen Welt, und wollen auch keinen Fremden in ihren Ordnungen aufnehmen. Jeder der kein Amisch ist, wird als englische Außenseiter wahrgenommen. Dabei ist es egal welche ethische Minderheiten man angehört, oder woher mann stammt. Sie machen dabei keine Ausnahmen, und wollen so ihre alten Lebensweise von den Einflüssen der modernen Welt schützen. Eigentlich ist es auch verständlich, denn nur so konnten diese Ordnungen über die Jahrhunderte erhalten bleiben.

“Englishe” Außenseiter
Erinnerungen nicht auf Bildern
Wenn es darum geht bei den Amisch sich an einen verstorbenen Familienmitglied zu erinnern, müssen sie sich dabei ganz auf ihren Gedächtnis verlassen. Auch wenn Fotoapparate in manchen Ordnungen erlaubt sind, dürfen sie sich selbst oder andere nicht fotografieren. Das gilt allerdings nicht nur für dieses technische Gerät, sondern auch auf das Malen. Auch malen oder zeichnen dürften sie sich gegenseitig, oder sich selbst nicht. Soziale Netzwerke haben sie sowieso nicht, und so bleibt der einzige Weg einen geliebten Menschen in Erinnerung zu behalten, das eigene Erinnerungsvermögen.

Erinnerungen nicht auf Bildern
Daten unter Regeln
Wenn die Amisch schon so viele Verordnungen haben, was das Heiraten und die Verlobung angeht, kann man sich schon denken, dass da noch mehrere folgen. Wenn Amisch-Teenager miteinander daten wollen, ist das streng geregelt. Das dürfen sie nur tun, wenn beide schon getauft sind, und sich damit der Gemeinde verpflichtet haben. Nicht überraschend, dass sie niemanden außerhalb ihrer Gemeinde treffen können. Das garantiert einerseits, dass sie nicht mit der modernen Welt in Kontakt kommen, auf der anderen Seite könnte man auch sehr schwierig jemanden dazu verpflichten diesen Lebensstil anzunehmen.

Daten unter Regeln
Gesegente Verlobung
In den Amisch-Gemeinden ist es üblich, dass jedes Ereignis von der ganzen Gemeinde mitverfolgt und beobachtet wird. Sogar sich verloben oder zu heiraten kann man nicht, ohne dass die ganze Ordnung dazu etwas zu sagen hat. Bei den Amisch ist da ganz normal. Wenn ein Paar sich dazu entschließt miteinander auszugehen, dauert es dann normalerweise auch nicht mehr lange bis sie sich verloben. Für eine Verlobung braucht das Paar allerdings die Genehmigung der Kirche. Nachdem sie diesen Segen bekommen haben, können sie dann sich auch das Ja-Wort geben.

Gesegente Verlobung
Die Flitterwochen
Ihre Flitterwochen verbringen die frischvermählten Amisch-Paare in ihrem Elternhaus. Nach all den strengen religiösen Vorschriften, ist es irgendwie auch keine Überraschung mehr. Nach viel Spaß hört es sich für Außenstehende zumindest nicht an. Diese Tradition ist für die Gemeinde sehr wichtig, deswegen verbringen das frisch vermählte Paar ihre ersten Tage nach der Hochzeit für die Familie der Braut. Nach dieser Zeit machen sie dann die Wohnung als Zeichen ihres Dank sauber. Das ist eigentlich für die Eltern der Braut, die sicherlich sehr viel mit der Hochzeit gearbeitet haben, eigentlich sehr praktisch.

Die Flitterwochen
Die Flitterwochen gehen weiter
Für Außenstehende mag es vielleicht komisch erscheinen, dass Frischvermählten ihre Zeit mit ihren Verwandten verbringen, doch bei den Amisch ist es genauso. Die Flitterwochen sind allerdings viel länger, als man es erst denken würde. Schließlich verbringen sie die erste Nacht im Haus der Braut, doch nach dem gehen sie zu anderen Verwandten. Das ist ein sehr wichtiger Bestandteil der alten Tradition, indem sie andere Verwandten besuchen, schon als Ehepaar. Das gibt Gelegenheit den anderen besser kennen zu lernen, und vor allem auch sich mit der neuen Familie bekannt zu machen.

Die Flitterwochen gehen weiter
Kein Amisch
In Amerika kann man auch andere Bevölkerungsgruppen finden, wo die Männer einen Bart und größe Hüte tragen. Fälschlicherweise könnte man denken, dass sie auch zu den Amisch Gemeinden gehören. Doch es kann auch sehr gut sein, dass sie Mennoniten sind. Die äußerliche Erscheinung ist bei den beiden Religionsgruppen ziemlich ähnlich. Doch wenn man diese beiden miteinander vertauscht, wäre das für sie eine riesige Beleidigung. Mennoniten sind ebenfalls eine christliche Gemeinde, sie leben jedoch von der modernen Welt nicht so abschottet. Ihre Mitglieder fahren Autos und nutzen moderne Technologien.

Kein Amish
Meidung
Sicherlich haben Amisch-Ordnungen sehr viele Regeln, die von mehreren Jahrhunderten teils unverändert sind. Es ist sicherlich nicht leicht, sie alle zu befolgen. Zumindest scheint es von außen so. Trotzdem ist es erlaubt den Gemeindemitgliedern eigene Meinungen zu bilden. Trotzdem sollte man damit vorsichtig sein. Gegen die alten Traditionen darf man nämlich sicherlich nichts sagen. Wenn man gegen den Regeln und vielen Vorschriften der Amisch verstößt, wird man natürlich trotzdem bestraft. Bei größeren ethischen Verstößen kann man sogar mit harten Konsequenzen und Strafen rechnen. Im schlimmsten Fall wird man verbannt.

Meidung
Exkommunizert werden
Unbestritten haben die Amisch-Ordnungen sehr strikte religiöse Regel. Diese stammen noch von mehreren Jahrhunderten aus Europa, und werden bis heute weitergeführt. Geändert hat man an ihnen auch nicht viel, und jedes Gemeindemitglied muss sie ausnahmslos akzeptieren und befolgen. Wenn man das nicht macht, hat man mit strengen Bestrafungen zu rechnen. Im Extremfall kann eine Gemeinde sogar ein Mitglied verbannen. Diese ist dann meistens für immer, und man wird nicht nur aus der Kirche ausgeschlossen. Sicherlich viel schlimmer ist es, dass man dann such von der eigenen Familie verbannt wird.

Exkommunizert werden
DNA Test
Es gibt eine ganz einfachen Weg, wenn man über seine eigene Familiengeschichte etwas erfahren möchte. Man muss nur einen DNA Test machen zu lassen. Das ist jedoch für eine Amisch nicht erlaubt. Dieses Verbot ist sicherlich gut nachvollziehbar, denn so einiges käme damit zum Vorschein. Höchstwahrscheinlich kommt der Verbot deswegen, da die meisten Amisch miteinander verwandt sind. Es ist üblich Verwandte dritten Grades zu heiraten, denn Außerhalb ihrer eigenen Gemeinden heiraten sie nicht. So können sie vermeinen, dass ihre streng religiöse Gemeinde von der modernen Welt beeinflusst wird.

DNA Test
Alles wird geteilt
In den Amisch-Ordnungen ist auf die Gemeinde ein sehr großer Akzent gelegt. Wenn sie zueinander eine gute Beziehung haben, können ist auch die Gemeinde damit stark. Unter den Amisch ist es deswegen sehr wichtig, dass sie innerhalb der Gemeinde alles miteinander teilen. Beispielsweise kochen sie sehr gerne für die ganze Gemeinde, und auch teilen generell fast alles miteinander. Sehr oft setzen Sie sich zusammen, und jeder bringt etwas zum Abendessen mit. So können sie nicht nur Zeit miteinander verbringen, und alles miteinander teilen, sondern können auch die Gemeinde stärken.

Alles wird geteilt
Keine Kirchen
Das für die Amisch-Gemeinden die Kirche eine sehr zentrale Rolle hat, ist wenig überraschend. Schließlich wird fast alles in ihrem Leben von ihrer Religion und der Kirchengemeinde gestimmt. Das ist schon seit mehreren Jahrhunderten unverändert. Doch es wird vielleicht überraschend sein zu hören, dass mit der Kirche nicht ein tatsächliches Gebäude gemeint ist. Auch wenn sie schön gebeutelt Gebäude haben, haben die Amisch interessanterweise keine pompösen Kirchen in ihren Ordnungen. Sie glauben nämlich, dass man keine schönen und reich geschmückten Plätze braucht um zu Gott zu beten.

Keine Kirchen