In der Welt der Musik ist es selten der Fall, dass ein Gitarrist im Mittelpunkt steht und allein erfolgreich ist. Viele Menschen konzentrieren sich auf den Leadsänger einer Band, obwohl jedes Bandmitglied eine sehr wichtige Rolle in der Konstellation einer Gruppe spielt…
Fingerkünstler
Gelegentlich jedoch passiert es, dass ein Gitarrist sich durch sein Können hervorhebt. Teilweise sind es auch Solokünstler, welche gleichzeitig die Rolle des Sängers und des Gitarristen übernehmen. In dieser Liste möchten wir euch einige der besten Gitarristen aller Zeiten präsentieren, die nicht nur bei Fans beliebt sind, sondern sich auch unter Kollegen beweisen konnten.

Fingerkünstler
Robert Fripp
Robert Fripp wurde als Sohn eines Immobilienmaklers geboren. Am Weihnachtstag 1957, im Alter von elf Jahren, bekam er von seinen Eltern eine Gitarre geschenkt. Er nahm Gitarrenunterricht, spielte Rock, wechselte mit 13 zum traditionellen Jazz und mit 15 zu modernem Jazz. Zu dieser Zeit war er von Jazzmusikern wie Charlie Parker und Charles Mingus beeinflusst. Trotz seiner Neigung zum Jazz gründete Fripp 1961 mit seinen Schulkameraden Graham Wale (Schlagzeug, später ersetzt durch Chris ‘Fergy’ Ferguson), Gordon Haskell (Bassgitarre) und Tino Licinio (Gesang / Gitarre) eine Rockband namens The Ravens. 1962 trennten sich die Ravens. Zu diesem Zeitpunkt plante er, Immobilienverwaltung zu studieren und schließlich das Geschäft seines Vaters zu übernehmen. Im Jahr 1964, im Alter von 17 Jahren, entschied sich Fripp, Berufsmusiker zu werden.

Robert Fripp
John McLaughlin
Der Erfolg kam für John McLaughlin mit seinem 1971 gegründeten eigenen Mahavishnu Orchestra, in dem er mit Jerry Goodman, Jan Hammer, Billy Cobham & Rick Laird zusammen spielte. Die Fusion aus Jazz und Rock war wegweisend für die (u. a. von Miles Davis eingeleitete) Fusion-Musik Anfang der 1970er. Im Mahavishnu Orchestra konnte McLaughlin (der inzwischen unter dem Einfluss seines hinduistischen Gurus Sri Chinmoy Alkohol und anderen Drogen entsagt hatte) seine Gitarrentechnik sowie sein musikalisches Potential erstmals voll entfalten. Nach der Auflösung des ersten Mahavishnu Orchestra folgte ein zweites Mahavishnu Orchestra mit dem französischen Geiger Jean-Luc Ponty, dem Drummer Narada Michael Walden, der Keyboarderin Gayle Moran (heute Ehefrau von Chick Corea) und vielen anderen. Außerdem machte er Aufnahmen mit Carlos Santana.

John McLaughlin
Steve Morse
pätestens seit seinem Beitritt zu Deep Purple Mitte der 90´er Jahre dürfte der amerikanische Ausnahmemusiker Steve Morse auch der breiteren Masse als vollwertiger Ersatz für den bisherigen Purple-Gitarristen Richie Blackmore bekannt geworden sein. Doch Morse auf die Gitarrenarbeit bei Deep Purple zu reduzieren wäre geradezu vermessen: sein virtuos-ausdrucksstarkes Gitarrenspiel beeinflusst nun schon seit über dreißig Jahren ganze Generationen von Gitarristen und ein Ende ist nicht abzusehen. Denn neben seiner Hauptbeschäftigung als Gitarrist und Songwriter für den Rockgiganten ist er ebenso immer noch aktiv mit seinen eigenen Formationen, der „Steve Morse Band“ sowie den wieder auferstandenen „Dixie Dregs“, bei denen er es sowohl technisch als auch im Songwritingbereich immer wieder vollbringt, neue Maßstäbe zu setzen.

Steve Morse
Peter Green
Wie unzählige weitere britische Gitarrist*innen sind es auch für Peter Green The Shadows, denen er als erstes verfällt. Er spielt Hank Marvins Songs schon als Teenager rauf und runter, übt und zockt in jeder freien Sekunde. Geboren 1946 in London, spielt er ab den frühen Sechzigern regelmäßig in Bands, erst bei einigen lokalen Gruppen, dann bei John Mayall & The Bluesbreakers, bevor er mit Mick Fleetwood seine eigene Band Fleetwood Mac gründet. Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte. Eine Geschichte, die für Peter Green am 25. Juli 2020 im Alter von 73 Jahren zu Ende ging.

Peter Green
Robin Trower
Bekannt wurde er durch die Band The Paramounts und ab 1967 mit Procol Harum. Er verließ die Gruppe 1971, gründete 1972 mit Frankie Miller, Clive Bunker und James Dewar die Gruppe Jude, die allerdings erfolglos blieb. Im Jahr 1973 gründete Robin Trower eine Band unter seinem Namen, die musikalisch den Gitarrensound von Jimi Hendrix zum Vorbild hatte und später weiterentwickelte. Die ersten drei Alben wurden von Matthew Fisher produziert. Bis 1981 waren Trowers Alben in den USA sehr erfolgreich. Ab 1980 arbeitete Trower mit wechselnden Musikern, darunter Jack Bruce. Er beteiligte sich 1991 an der Wiedervereinigung von Procol Harum und wirkte auf dem Album The Prodigal Stranger mit. Im Anschluss daran konzentrierte er sich wieder auf seine Solokarriere.

Robin Trower
Tom Morello
Andere hätten diese Gitarre wahrscheinlich wieder verkauft oder im Schrank verstauben lassen – aber Tom Morello machte aus dieser sonderbaren, im Laufe der Zeit zum Frankenstein-Modell gewordenen Gitarre eine der erinnerungswürdigen Instrumente der Rockgeschichte. „Arm The Homeless“ hatte der Gitarrist später, als er mit Rage Against The Machine die Musikwelt ordentlich aufmischte, auf den Korpus geschrieben. Unter diesem Namen (und mit jeder Menge außergewöhnlichen Sounds) wurde die Gitarre — und ihr Spieler — später weltberühmt.

Tom Morello
Paul Gilbert
Auch Musiker altern. Normalerweise. Andere werden eben nur ein bisschen anders. Hier ein neuer Haarschnitt und da ein wenig Bart stehen lassen, das war’s. Keine Spur von Überdruss oder Altbackenheit weit und breit. Ein gutes Beispiel für dieses leicht ungerechte Phänomen ist wohl der amerikanische Gitarrenvirtuose Paul Gilbert. Der springt, singt und klingt immer noch genauso frisch über die großen und kleinen Bühnen der Welt wie eh und je und schärft dabei immer noch fleißig mit an der Speerspitze der Avantgarde der Gitarrenwelt und scheint, ob im japanischen Fernsehen oder bei den legendären G4-Reihen, einfach überall präsent zu sein.

Paul Gilbert
Malcolm Young
Denkt man an AC/DC, dann kommen einem sofort die Gitarrensoli, die Schuluniformen und die Duckwalks von Leadgitarrist Angus Young in den Sinn. Als nächstes wohl die markanten Stimmen eines Bon Scott oder Brian Johnson. Doch nicht wenige sind der berechtigten Meinung: Das Mastermind hinter AC/DC war Malcolm Young! Im Alter von zehn Jahren wanderte Malcolm mit seiner Familie von Schottland nach Australien aus. Mit im Gepäck sein zwei Jahre jüngerer Bruder Angus und sein älterer Bruder George, der ebenfalls eine wichtige Rolle in der Geschichte von AC/DC spielen sollte.

Malcolm Young
George Harrison
Als Lead-Gitarrist der Beatles, wurde George Harrison oft als „the quiet beatle“ bezeichnet, da er weit weniger extrovertiert war, als seine Bandkollegen. Harrison legte großen Wert darauf, seine Musik sauber zu spielen und die Tonlage zu halten. Er kritisierte, dass jüngere Künstler seiner Zeit oft keinen Wert auf eine saubere Spielweise legen würden. Inspiriert wurde Harrison von Künstlern aus dem Rockabilly-Bereich. Darunter waren Größen wie Chat Atkins, Eddie Cochran oder Elvis. Er zeichnete sich durch eine hohe Präzision und ein wunderschönes Vibrato aus. Seine Arbeit an der Gitarre war selten hektisch oder herausstechend, stattdessen war sie präzise und immer auf den Punkt. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Something“, „I Saw Her Standing There“

George Harrison
Michael Schenker
Michael Schenker aus dem beschaulichen Sarstedt bei Hildesheim ist einer der besten und einflussreichsten Rock-Gitarristen aller Zeiten. Sein Stil gilt als präzise und technisch versiert, gleichzeitig elegant und melodisch. Der Mann mit der Flying V-Gitarre kann auf eine erfolgreiche und aufregende Karriere zurückblicken: im zarten Alter von 16 Jahren wurde Michael Schenker Leadgitarrist bei den Scorpions, mit Anfang Zwanzig heuerte ihn die britische Band UFO an, bald darauf wurde er einer der berühmtesten Heavy-Metal-Gitarristen der Welt. Doch damit nicht genug für den Weltenbummler aus Niedersachsen: bereits 1979 gründete er seine eigene Band MSG Michael Schenker Group. Seit 2011 widmet er sich zudem seinem Projekt Michael Schenker’s Temple of Rock.

Michael Schenker
Duane Allman
Der im Jahr 1946 geborene Musiker Duane Allman aus Nashville Tennessee war Gründer der Allmann Brothers. Als einen der besten Gitarristen aller Zeiten zeichnet ihn sein Improvisationstalent aus. Zudem beherrschte er eindrucksvolle Slide-Techniken. In den 1970er Jahren zählten die Allman Brothers zu den einflussreichsten Rockbands ihrer Zeit und Duane Allmans ausgedehnten, melodischen Gitarrensolos waren überall bekannt. Er selbst gab an, dass John Coltrane und Miles Davis zu den Musikern zählten, die ihn inspirierten. Duane Allman und seine Band zählen in den 70er Jahren zu den größten Vertretern des Southern Rock. Der Ausnahmekünstler starb 1971 im Alter von 24 Jahren bei einem Motorradunfall. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Joyful Noise“, „Whipping Post“

Duane Allman
Paul Kossoff
Wieder so ein aufstrebender virtuoser britischer Gitarrist, wieder so eine tragische Geschichte, diesmal heißt der Kandidat Paul Francis Kossoff aus London. Er ist der Sohn des britischen Charakterdarstellers David Kossoff. Bei einem so jungen Musiker, der früh bei so vielen musikalisch schwergewichtigen Stationen erfolgreich in die Stahlsaiten gegriffen hat und bereits nach knapp 25 Lebensjahren stirbt, kann man sicher wieder einmal von Tragödie sprechen. Wenn man dann auch noch einige andere Namen erwähnt und im Zusammenhang bringt, ist man im ersten Moment etwas irritiert: Nick Drake, Gary Thain, John Martyn, Paul Kossoff, alles Musiker die Anfang der 70iger direkt untereinander Kontakte hatten, man könnte sogar sagen weitestgehend gut befreundet waren. Kossoffs Spielweise war eng verwandt mit dem frühen bluesigen Eric Clapton.

Paul Kossoff
Keith Richards
Keith Richards ist Mitglied einer der erfolgreichsten und beliebtesten Rockbands der Welt. Als Gitarrist der Rolling Stones hat Keith Richards bereits mehrfach Geschichte schreiben können. Er selbst sagt, er konzentriere sich auf Rhythmen und Akkorde und genau das ist es, was seine Kollegen an ihm schätzen. Richards versucht nicht der Schnellste oder Auffälligste zu sein. Einige seiner Melodien sind für viele Fans kraftvoller als das längste und schnellste Gitarrensolo. Richards versteht es, Mick Jagger Raum für seine energischen Gesangsparts zu geben. Eine seiner größten Inspirationen fand Richards in seinem Vorbild Chuck Berry, dessen Musik er auch dem Rest seiner Band näherbringt. Oftmals entfernt Richards die sechste Saite seiner Gitarre, da diese ihm laut eigener Aussage nur im Weg sei. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Bo Diddley“, „Road Runner“, „Who Do You Love?“

Keith Richards
Billy Gibbons
Die allmächtigen ZZ Top verkörpern den Superlativ von Kultfaktor, katapultierten den Blues ins Raumzeitalter und wurden ganz nebenbei auch noch zu modischen Stilikonen. Keine Band weckt stärkere Assoziationen zu Frauen, Glücksspiel, Sonnenbrillen und schnellen Autos. So verwundert es kaum, dass das texanische Trio 2004 in die Rock ’n‘ Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Zudem halten die drei den Rekord als längste in Urbesetzung spielende Band – Beständigkeit ist der erste Grundpfeiler ihrer beispiellosen Bandgeschichte.

Billy Gibbons
Joe Bonamassa
Der Gitarrist Joe Bonamassa ist als Blueskünstler erfolgreich, obwohl Bluesrock mit langen Gitarrensoli nicht gerade als junges, hippes Genre gilt. Dennoch bekommt der Amerikaner den Spagat hin, einerseits den Mainstreammarkt zu bedienen und dennoch seinen britischen und amerikanischen Vorbildern zu huldigen.

Joe Bonamassa
Mick Taylor
Mick Taylor zählt zu den versiertesten Gitarristen der Rockgeschichte und hat die Diskografie gleich zwei großer Bands mitgeprägt: John Mayall’s Bluesbreakers und The Rolling Stones. Als Solomusiker tourt er seit 1974 um die Welt. Am 17. Januar feiert Taylor Geburtstag. Als die Rolling Stones im Juni 1969 ihren Gitarristen Brian Jones feuern, legen John Mayall und Stones-Keyboarder Ian Stewart bei Mick Jagger ein gutes Wort für Taylor ein. Die Stones laden ihn ein, nehmen einige Songs mit ihm auf – und rekrutieren den damals 20-jährigen als neues Mitglied. Sein Bühnendebüt gibt er am 5. Juli 1969 bei einem kostenlosen Konzert im Londoner Hyde Park.

Mick Taylor
Dave Mustaine
Dave Mustaine spielte als Jugendlicher Gitarre und war Mitglied der Band Panic. Diese verließ er 1981, da er ein Angebot der neu gegründeten Formation Metallica annahm, als Gitarrist an der Seite von Lars Ulrich, James Hetfield und dem Bassisten Ron McGovney zu spielen. 1983, kurz vor der Veröffentlichung des ersten Albums von Metallica, wurde ihm wegen Alkoholproblemen und persönlicher Differenzen mit seinen Band-Mitgliedern gekündigt. Er wurde zeitnah von Kirk Hammett ersetzt, der zuvor in der Gruppe Exodus spielte. Zu dieser Zeit bildete sich bei Mustaine eine größere Drogenproblematik heraus, die immer wieder seine spätere Karriere überschattete. Mustaine gründete daraufhin mit David Ellefson die Metal-Band Megadeth. Mustaine, der seine Kündigung bei Metallica als persönlichen Affront betrachtete, vermied über die nächsten Jahre den persönlichen Kontakt mit seinen Ex-Bandkollegen. Vor allem mit James Hetfield, Leadsänger von Metallica, lieferte er sich fortan in Interviews, Begegnungen und Konzerten einen „Krieg“ der Worte.

Dave Mustaine
James Hetfield
Bevor Hetfield anfing Gitarre zu spielen, lernte er Klavier und trommelte auf dem Schlagzeug seines Bruders. Die Songtexte von Metallica wurden bis 2003 ausschließlich von ihm selbst geschrieben. James Hetfield gilt als einer der besten Rhythmus-Gitarristen und Sänger der Metal-Geschichte. Er trug maßgeblich dazu bei, dass sich seine Band Metallica zu einer der erfolgreichsten ihres Genres entwickelte. Mit ihr gewann James Hetfield acht Grammy Awards, wurde zu einer Legende im Musikgeschäft, trat mit diversen Größen der Branche auf und unterstützte zahlreiche bei der Studio-Arbeit.

James Hetfield
Pete Townshend
Als Gitarrist, Songwriter und Mitbegründer der britischen Band The Who ist Pete Townshend berühmt geworden. Der im Jahr 1945 in Middlesex geborene Künstler hat über 100 Lieder für die Band verfasst und ist Vorbild für viele Gitarristen geworden. Neben der Gitarre beherrscht Townshend zahlreiche andere Instrumente wie Banjo, Ukulele, Violine, Bassgitarre, Akkordeon und Mandoline. Das Spielen jedes dieser Instrumente hat er sich selbst beigebracht. Für viele ist er ein Meister der Akkorde mit einem ausgezeichneten Rhythmusgefühl. Pete Townshend hatte immer ein Herz für den Jazz, doch seine größten Erfolge erlebte er im Rock. Er spielte mit seinem ganzen Körper, mit seiner Seele und gab jedem seiner Auftritte die nötige Intensität. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Summertime Blues“, „My Generation“, „I Can See for Miles“

Pete Townshend
Kirk Hammett
Es war sein Bruder Rick, der ihn in die Welt des Rocks einführte. Mit Platten von Led Zeppelin, Jimi Hendrix und vor allem UFO begeisterte sich Kirk Hammett plötzlich für dieses immer bombastischer werdende Genre und entwickelte eine neue Leidenschaft: Schallplatten und Abrocken! Die Magazine wurden verkauft und so konnte sich Kirk im Alter von 15 Jahren endlich seine erste E-Gitarre leisten – das war 1978! Kirk erwies sich als Naturtalent und nur ein Jahr später gründete er zusammen mit seinen Freunden Paul Baloff, Gary Holt, Geoff Andrews und Tom Hunting eine Band, die Teil des Urknalls für ein Genre waren, das sich Thrash Metal nennen sollte: Exodus! In hoher Geschwindigkeit erspielte sich die Truppe einen hohen Bekannt- und Beliebtheitsgrad in der Bay Area um Hammetts Heimatstadt San Francisco, doch wie wir heute wissen, sollte das nur der Anfang in Kirks Karriere sein.

Kirk Hammett
Chuck Berry
Charles Edward Anderson Berry wurde 1926 in Missouri geboren und sollte in seinen 30ern zu einem der besten Gitarristen aller Zeiten aufsteigen. Chuck Berry hatte das Talent Blues für die Massen zugänglich zu machen, ohne seine Musik dabei in das Pop-Genre gleiten zu lassen. Seine Musik war in der Lage das Publikum zu begeistern und war gleichzeitig nicht zu kommerziell. Mit einer Kombination aus Blues, Country und Rockabilly schaffte es Chuck Berry den Rock’n’Roll auf die Bühne zu bringen. Dabei war er stets gut gelaunt. Eine sehr umgängliche Person soll er laut Gitarrenlegende Keith Richards jedoch nicht gewesen sein. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: “Maybellene”, “Johnny B. Goode”, “Roll Over Beethoven”

Chuck Berry
Steve Howe
Als die britische Progressive Rock-Band Yes Ende der 1960er Jahre den populären Beat und den Psychedelic Rock zu einem neuen Stil verband, fiel sie schon wegen ihres Sängers auf: Jon Anderson, der Mann mit der ungewöhnlich hohen Stimmlage und den fantasievollen Kostümen, die ihm eine Zeit lang Marianne Evans aus Bonn schneiderte, Witwe des Badfinger-Musikers Tom Evans. Ab 1970 wurde die stilprägende Musik von Yes vor allem durch Steve Howe beeinflusst. Der Gitarrist, der auf manchen Stücken auch live auf der Bühne mehrmals die Instrumente wechselt, ist bekannt für seine Obsession, Klangfarben zu kreieren.

Steve Howe
Rory Gallagher
Die irische Seele des Blues ist eine der Legenden der E-Gitarre und einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation. Bis heute ist sein Gitarrenspiel unverkennbar und seine energetische Melancholie lässt jeden den Blues fühlen, der sich seiner Musik öffnet. Sein virtuoses Gitarrenspiel machte ihn zum Vorbild Tausender Musiker weltweit und bis heute ist er einer der wichtigsten Söhne Irlands und ein anerkannter Vorreiter des Bluesrock. Hier also das Wichtigste und Wissenswerteste über Rory Gallagher.

Rory Gallagher
Zakk Wylde
Zakk Wylde gilt als einer der letzten klassischen Gitarrenhelden des Heavy Metal. Sein Spiel ist geprägt von schnellen Soli und harten Riffs. Inspiriert von Künstlern wie Randy Rhoads, Tony Iommi, Eddie van Halen und Jimmy Page, avancierte Zakk Wylde im Lauf seiner Karriere selbst zu einem Vorbild. Bekannt wurde er als Gitarrist von Ozzy Osbourne und mit seinen eigenen Bands Pride & Glory sowie Black Label Society.

Zakk Wylde
Frank Zappa
Frank Zappa war ein außergewöhnlich virtuoser Musiker, wie dieses Gitarrensolo zeigt, das 1979 während eines Konzerts in Paris aufgenommen wurde. Er liebte Spontanität auf der Bühne, legte aber gleichzeitig auch großen Wert auf Perfektion. „Bei meinen Konzerten nehme ich gerne das Risiko in Kauf, Fehler zu machen. Es ist ein Privileg, etwas zu schaffen, das nur für den Moment existiert, einzigartig und unwiederholbar. Wenn ich ein Solo während eines Konzerts spiele, dann hat man das so vorher noch nicht gehört, und man wird es auch danach nie wieder so hören.“

Frank Zappa
Yngwie Malmsteen
Man kann über ihn sagen und denken was man will, jedoch gibt es nur wenige Gitarristen, die die Rockwelt nachhaltig mit ihrem Stil so beeinflussten wie der schwedische Wahl-Amerikaner und Ausnahmegitarrist Yngwie Malmsteen. Spielte er in den frühen Achtziger Jahren noch bei „Steeler“ bzw. „Alcatrazz“, so bescherte ihm spätestens sein Solo-Debutalbum „Rising Force“ (1984) internationale Anerkennung und Achtung. Die Fachwelt war verblüfft : Nie zuvor hatte jemand auf der elektrischen Gitarre solche klassisch-barocke und bis in die technische Perfektion getriebenen Licks und Riffs gespielt – und dazu noch in dieser atemberaubenden Geschwindigkeit. „A new Star was born“, und der weltweite Siegezug des schwedischen Klempnersohns und Paganini-Fans begann.

Yngwie Malmsteen
John Petrucci
Er gilt wohl mit Recht als einer der versiertesten und vielseitigsten Gitarristen aus der Welt des Metal und Progressive Rock: John Petrucci ist nicht nur Gründungsmitglied und einer der Haupt-Songwriter der mittlerweile legendären und kommerziell ungebrochen erfolgreichen Progmetal Band Dream Theater, sondern auch in diversen anderen musikalischen Projekten wie Liquid Tension Experiment und G3 engagiert und als Solokünstler unterwegs. Sein unverwechselbarer Stil und seine technischen Fähigkeiten ließen ihn schnell zu einem Vorbild für viele Gitarristen auf der ganzen Welt werden und wer sich in diversen Foren und den Kommentarbeiträgen einschlägiger Video-Portale umsieht, kann schnell sehen, dass er für einige Musiker und Musikfans schon fast den Status eines religiösen Führers erreicht hat.

John Petrucci
Prince
Man hat oft Hendrix als Vergleich bemüht, aber Prince sieht das anders: „Wer sich wirklich mit meiner Musik beschäftigt, wird eher Santana heraushören. Hendrix spielte mehr Blues, Santana spielte einfach hübscher.“

Prince
Synyster Gates
Brian Elwin Haner Jr. studierte Jazz und klassische Gitarre an der Musicians Institute in Hollywood, Kalifornien. Musikalisch geprägt wurde Gates vor allem von Django Reinhardt und Dimebag Darrell.Nach ungefähr einem Jahr erhielt er einen Anruf von „The Rev“, dem damaligen (heute verstorbenen) Schlagzeuger der Band Avenged Sevenfold, ob er dort als Leadgitarrist einsteigen wolle. Er schloss sich ihnen an und hörte dafür mit seiner weiteren Ausbildung zum Studiomusiker auf. Fortan begann er sich selbst zu unterrichten, indem er Bücher las und Musikvideos schaute. Bei seinem ersten Studiobesuch mit der neuen Band wurde das Lied To End the Rapture des ersten Albums in einer Heavy-Metal-Version aufgenommen. Dieser Titel erschien schließlich auf dem Album Sounding the Seventh Trumpet (2001).

Synyster Gates
Carlos Santana
Der in Mexiko geborene Carlos Santana war wie kaum ein anderer daran beteiligt, dass der Latino-Rhythmus erfolgreich Einzug in die Rockmusik erhielt. Als er Mitte der 1960er Jahre die High School beendete, stand die Musikwelt in San Francisco in voller Blüte und eröffnete ihm alle Tore. Santanas Musik war oft experimentell, was er selbst auf die Einnahme von Acid zurückführt. Für das Album „Supernatural“ aus dem Jahr 1999, auf dem Carlos Santana in Kollaboration mit vielen berühmten Künstlern arbeitete, erhielt er neun Grammys. Kennzeichnend für Santana ist sein fließender Stil und die Wärme, die sich durch seine Songs zieht. Prince bezeichnete ihn sogar als einen größeren Einfluss als Jimi Hendrix, da ihm seine Art zu spielen besser gefiel. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Black Magic Woman“, „Oye Como Va“, „Soul Sacrifice“

Carlos Santana
Angus Young
Der gebürtige Schotte und spätere Australier Angus McKinnon Young wurde schon früh durch seine älteren Geschwister mit Musik und dem Bandleben konfrontiert. In seiner Jugend konnte er es kaum abwarten direkt nach der Schule und ohne seine Uniform durch Alltagskleidung zu ersetzen, in seine Garage zu verschwinden, um dort mit seinen Freunden zu musizieren. Mit 15 brach er sogar die Schule ab, um für die Anschaffung von besserem Equipment arbeiten zu gehen, holte seinen Abschluss aber später nach. Seine Schuluniform trug er auch bei seinen Auftritten und sie wurde zu seinem Markenzeichen. Einmal stolperte er mit der Uniform sogar über die Bühne. Peinlich berührt spielte er daraufhin einfach im Liegen weiter und nutzte auch diese Eigenart weiter auf seinen Konzerten, was ihm zu schneller Bekanntheit verhalf. Ende 1973 gründeten dann schließlich Angus und sein Bruder Malcolm die Hard-Rock-Band „AC/DC“ und feierten atemberaubende Erfolge. Ihr Album „Back in Black“ zum Beispiel, ist das 3. meistverkaufte Album aller Zeiten. Als Instrument nutzt er meistens eine rote 64er Style Gibson SG.
Quelle: www.delamar.de

Angus Young
Dimebag Darrell
Die ersten Takte der Single „Breathing New Life“ waren nicht mal gespielt, als ein fast zwei Meter großer Mann von hinten auf die Bühne lief und drei gezielte Schüsse auf Dimebag abfeuerte. Chaos brach aus, infolgedessen vier weitere Menschen den Tod fanden. Erst das entschlossene Einschreiten des Polizisten James Niggemeyer verhinderte Schlimmeres. Mit einem gezielten Kopfschuss setzte er dem Leben des Amokläufers Nathan Gale ein Ende. Die Bilanz? Fünf Tote, unzählige Verletzte und eine Nacht, die für viele Metalbands alles veränderte.

Dimebag Darrell
B.B. King
Geboren in Mississippi wurde Riley B. King, später bekannt als B.B. King, zu einem der einflussreichsten Blues-Gitarristen aller Zeiten. In seiner langen Karriere sammelte er insgesamt 15 Grammys. Kennzeichen seines Stils waren unter anderem die Techniken des String Bendings und des Vibrato, welche viele spätere Musiker beeinflussen sollten. B.B. King selbst war stark beeinflusst von Künstler wie T-Bone Walker und Robert Johnson. Seine Musik zeichnete ein Zusammenspiel im Stile von Call-and-Response zwischen Gitarre und Vocals aus. B.B. King war nicht immer strenger Bluesmusiker. Er liebte es zu unterhalten und die Menge zum Toben zu bringen. Heute sind zahlreiche Blues Clubs an vielen Orten in den USA nach ihm benannt. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: “Sweet Little Angel”, “3 O’Clock Blues”, “The Thrill Is Gone”

B.B. King
Mark Knopfler
Der im Jahr 1949 geborene Schotte Mark Freuder Knopfler ist wohl am besten bekannt als Lead-Gitarrist und Lead-Sänger der Rockband Dire Straits. Besonders bemerkenswert ist sein Gitarrensolo im Song „Sultans of Swing“ aus dem Jahr 1978. Eines seiner Markenzeichen war, dass er ohne Plektrum spielte. Er nutzte lediglich seine Finger. Die Direktheit des Spielens mit den Fingern gefiel Knopfler. Ebenso hatte er das Gefühl, seiner Musik mehr Seele verleihen zu können. Knopfler ist nicht nur auf einen Stil beschränkt. Stattdessen ist er sehr wandelbar, was ihm ermöglichte mit den verschiedensten Künstler zusammen zu arbeiten. Dazu zählen unter anderem Tina Turner, Bob Dylan und Eric Clapton. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Sultans of Swing“, „Romeo and Juliet“

Mark Knopfler
Randy Rhoads
Randy Rhoads kam 1956 in Santa Monica, Kalifornien zur Welt und spielte in seiner kurzen Karriere mit Größten wie Quiet Riot und Ozzy Osbourne. Sein Erfolg war nur von kurzer Dauer, denn im Alter von 25 Jahren starb er bei einem Flugzeugunglück als er mit Ozzy Osbourne auf Tour war. Seine Gitarrensolos zeichneten sich durch eine wahnsinnige Geschwindigkeit bei unheimlicher Präzision aus. Viele nachfolgende Künstler nannten ihn als Inspiration und an seinen Solokünsten mussten sich Metal-Gitarristen lange Zeit messen. Was Randy Rhoads besonders auszeichnete, war sein Wille ständig weiter zu lernen. Gegen Ende seiner Karriere vertiefte er sich in klassische Musik und Jazz, um stets seinen Horizont zu erweitern. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Mr. Crowley“, „Crazy Train“, „Diary of a Madman“

Randy Rhoads
Gary Moore
Gary Moore arbeitete schon 1969, im Alter von erst 16 Jahren, in mit Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott zusammen. 1972 gründete Moore seine eigene Band und sang auch. Deren einziges Album „Grinding Stone“ – im Jahr 1973 veröffentlicht – wurde jedoch kein Erfolg und Moore kehrte – zumindest für kurze Zeit – zu Lynott und Thin Lizzy („The Boys are Back in Town“, „Whiskey in the Jar“), zurück. In den Jahren danach arbeitete er viel als Studiomusiker.

Gary Moore
Tony Iommi
Tony Iommi war Mitbegründer der Heavy Metal Band Black Sabbath und war für beinahe fünf Jahrzehnte Lead-Gitarrist der Band. Unter Kollegen wird Tony Iommi oft als Meister der Metal-Riffs bezeichnet. So gilt er unter anderem auch als Erfinder der Heavy-Metal-Musik, wenn es nach Queens Brian May und Eddie van Halen geht. Auch viele andere Richtungen des Metal hat er stark beeinflusst. Darunter zum Beispiel Grunge, Goth-, Death-, Trash- und Doom-Metal. Sein Sound ist unter anderem auch Resultat eines Unfalls, den er mit 17 Jahren in einer Metallfabrik erlitt. Er verlor die Spitzen einiger seiner Finger und bastelte sich eigene Fingerhüte, welche das Spielen zwar erschwerten, aber über Zeit seinen eigenen Sound entstehen ließen. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Sabbra Cadabra“, „Children of the Grave“, „Iron Man“

Tony Iommi
Joe Satriani
Joe Satriani gehört zweifelos zu den größten Gitarristen unserer Zeit. Er wird als Phänomen bezeichnet, da er es auf der einen Seite versteht seine Virtuosität durch exzentrische Soli auszuspielen. Andererseits schafft er es immer wieder improvisatorische Soloeskapaden in schöne Songs einzubetten. Mit 14 griff Satriani das erste mal zur Gitarre und begann 1974 Musik zu studieren. Später unterrichtete er selbst in Berkley / California. Nachdem er 10 Jahre als Gitarrenlehrer – u.a. für keine Geringeren als Kirk Hammett (Metallica), Larry LaPonde und Steve Vai – fungierte, gelang ihm 1987 der Durchbruch mit dem Album „Surfing with the Alien“, das sich allein in den USA über eine Millionen mal verkaufte.
Nach der Reunion der Rock-Oldies Deep Purple sprang er kuzerhand während der laufenden Tour für Gitarren-Ikone Ritchie Blackmore ein, der wegen Differenzen die Band verließ.

Joe Satriani
Jeff Beck
Geoffrey Arnold Beck wurde im Jahr 1944 in Wallington, England geboren und war wie einige andere Gitarristen in dieser Liste eine Zeit lang Teil der der Band Yardbirds. Er selbst nennt mit Les Paul, Ravi Shankar und Chet Atkins nur einige seiner größten Einflüsse. Seine Musik ist weltlich und hat indische Einflüsse und ist inspiriert von Jazz und Klassik. Mit seiner experimentellen E-Gitarrenmusik nahm er nicht nur Einfluss auf die Rockmusik, sondern auch auf das später populär werdende Heavy Metal Genre. Becks Erfolg erreichte nie einen ähnlichen Erfolg wie seine Kollegen Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Jimmy Page, doch seine Musik war immer mit einem gewissen Humor und seiner eigenen Persönlichkeit bestückt. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: “Beck’s Bolero”, “I Ain’t Superstitious”, “Freeway Jam,” “A Day in the Life”

Jeff Beck
Steve Vai
Wie viele Größen seiner Zunft, fing auch Steve Vai früh mit dem Gitarrespielen an. Der 1960 in Carle Place (New York) geborene Sohn italienischer Einwanderer begann nach eigenen angaben mit dem Gitarrespielen, wozu ihn vor allem Gitarristen wie Richie Blackmore, Jeff Beck und ganz besonders Jimmy Page inspirierten. Dessen Solo in dem Led Zeppelin Song “Heartbreaker“ habe ihn nach eigenen Angaben besonders angespornt, sein Können an der Gitarre zur Perfektion zu bringen. Unterstützt wurde er dabei von dem damals 18-jährigen Joe Satriani, bei dem er im Jahr 1974 das erste Mal Gitarrenunterricht nahm.

Steve Vai
Ritchie Blackmore
Sein Intro zum Song “Smoke on the Water” ist eines der bekanntesten Gitarren-Riffs der Rockgeschichte. Die Idee für die ebenso einfache wie geniale Akkordfolge hat der Brite Ritchie Blackmore im Dezember 1971 bei einer Plattenaufnahme in der Schweiz. “Smoke on the Water” macht den exzentrischen Gitarristen und seine Band “Deep Purple” weltberühmt. 1967 gehört Blackmore zu den Gründern der Vorläufer-Formation “Roundabout” – wie auch Keyboarder Jon Lord und Drummer Ian Paice. 1968 benennen sie sich in “Deep Purple” um.

Ritchie Blackmore
Slash
Saul Hudson ist den meisten wohl eher bekannt unter seinem Künstlernamen Slash. Als Gitarrist der Band Guns’n’Roses machte er sich nicht nur durch sein auffälliges Äußeres einen Namen. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren feierte der Ausnahmegitarrist große Erfolge mit der Band hinter Frontmann Axl Rose. Ihr einziger Nummer-1-Hit in den USA gelang ihnen mit dem Song „Sweet Child o‘ Mine“, welches von einem langen Gitarrensolo von Slash angeführt wird. Außerhalb seiner Arbeit mit Guns’n’Roses konnte Slash zahlreiche Auftritte mit erfolgreichen Künstlern ergattern. So kam es zu Kollaborationen mit Michael Jackson, Lenny Kravitz, Carole King und vielen anderen namhaften Künstlern. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Appetite For Destruction“

Slash
Alex Lifeson
Alex Lifeson spielt Gitarre und komponiert zusammen mit Geddy Lee die Musik für die Rockband Rush. Für die Texte der Band zeichnet Schlagzeuger Neil Peart verantwortlich. Lifeson ist Inhaber einer kleinen Firma namens The Omega Concern, die Verbraucherprodukte entwirft und produziert, des Weiteren ist er Teilhaber eines Restaurants in Toronto, The Orbit Room, sowie lizenzierter Pilot und Motorradmechaniker. Zusammen mit seinen Bandmitgliedern Geddy Lee und Neil Peart wurde Lifeson am 9. Mai 1996 zum Officer des Order of Canada (OC) ernannt. Rush waren die ersten Musiker in Kanada, die mit dieser Auszeichnung geehrt wurden. Zu Beginn desselben Jahres erschien auch Lifesons bisher einziges Soloalbum – Victor.

Alex Lifeson
Brian May
Brian May, der Gitarrist der Band Queen, geht hinter der schillernden Persönlichkeit von Freddie Mercury oft unter. Doch zu seinen Kompositionen zählen unter anderem Hits wie „We Will Rock You“, „I Want It All“ und „Who Wants To Live Forever“. Seine Gitarre ist eine selbstgebaute Kreation, die er Red Special nennt. Anstelle eines Plektrums bevorzugt May die Nutzung von Münzen, da diese ihm eine bessere Kontrolle ermöglichen. Die Red Special gab May auf Grund ihres eigenartigen Sounds die Möglichkeit, andere Instrumente zu imitieren. So ließ May seine Gitarre im Song „Good Company“ wie eine Posaune und eine Pikkoloflöte klingen.

Brian May
Stevie Ray Vaughan
Die Mainstream-Karriere des Texaners Stevie Ray Vaughen war mit sieben Jahren eher kurz. Nichtsdestotrotz gilt er als einer der beliebtesten Gitarristen und war in seiner kurzen Karriere sehr erfolgreich. In den 1980er Jahren sorgte er für ein Revival der Bluesmusik und inspirierte viele Musiker seiner Zeit. Sein eigener Stil hatte viele Einflüsse des Blues, Jazz und Rock. Zu seinen Vorbildern zählten Musikgrößen wie B.B. King, Jimi Hendrix und Chuck Berry. Selbst eröffnete er vielen jüngeren Fans die Welt der Bluesmusik. Er machte sie zugänglicher und förderte so indirekt auch den Erfolg anderer Bluesmusiker seiner Zeit. Im Jahr 1990 endete sein Leben vorzeitig als es nach einem Konzert in Wisconsin zu einem Helikopterunfall kam. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Love Struck Baby“, „Look at Little Sister“, „Cold Shot“

Stevie Ray Vaughan
Eric Clapton
Besonders in den frühen Phasen seiner Karriere, beeindruckte Eric Clapton viele später erfolgreiche Musiker mit seinen Gitarrenkünsten. Selbst gab er stets an, dass er nicht wusste, was er tat und lediglich versuchte, mit seinen Bandkollegen mitzuhalten. Ebenso wie Jimmy Page war Clapton eine Zeit lang Mitglied der Yardbirds. Später wurde er Teil der Band Cream. Sein „bluesiger“ Sound war besonders bei jungen Künstlern beliebt, die mit geringem Equipment auskommen mussten und seine Stücke ohne große Ausgaben nachspielen konnten. Mit dem Beginn seiner Solokarriere änderte sich auch sein Stil an der Gitarre. Sein Fokus veränderte sich und er konzentrierte sich mehr auf den Gesang. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: “Crossroads”, “Bell Bottom Blues”, “White Room”

Eric Clapton
David Gilmour
David Jon Gilmour war Gitarrist der Progressive-Rock-Band Pink Floyd und prägte mit seinen Gitarrensolos ganze Generationen. Gilmour gibt den Songs von Pink Floyd die nötige Atmosphäre. Dabei übertreibt er nie. Gilmour war vom Blues geprägt, den seine Band jedoch eher selten spielte. Sein Gitarrenspiel ist melodisch und emotional. Mit Echo-Effekten, die bereits sein Vorgänger Syd Barrett nutzte, prägte er die Musik von Pink Floyd. Seine Gitarrensolos waren elegant, ausgedehnt und von solcher Kraft, dass sie die Bedeutung der Lieder noch verstärkten. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Comfortably Numb“, „Shine on You Crazy Diamond“

David Gilmour
Eddie Van Halen
Geboren in den Niederlanden, machte Edward Lodewijk Van Halen sich in den 1970er Jahren einen Namen mit der Hard-Rock-Band Van Halen, die er zusammen mit seinem Bruder Alex Van Halen gegründet hatte. Mit seinen unverkennbaren Gitarrenriffs ging Eddie Van Halen als einer der besten Gitarristen in die Musikgeschichte ein. Ähnlich wie Jimi Hendrix verfügt Van Halen über einen Stil, der kaum nachzuahmen ist. Die Technik des Tapping war ein großer Bestandteil von Eddie Van Halens Gitarrenspiel. Im instrumentalen Song „Eruption“ aus dem Jahr 1978 kam diese Technik voll zur Geltung. Das Lied brachte Van Halen den Titel des zweitbesten Gitarrensolos in dem Magazin Guitar World ein. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: “Ain’t Talking ‘Bout Love”, “Hot for Teacher”, “Eruption”

Eddie Van Halen
Jimmy Page
Jimmy Page, geborener James Patrick Page, gründete im Jahr 1968 die Band Led Zeppelin, nachdem er sich in England erfolgreich einen Namen als begabter Gitarrist gemacht hatte. In den Jahren 1966 bis 1968 war er bereits Mitglied er Band Yardbirds. Jimmy Page gilt als einer der besten und einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten und schrieb mit seiner Band Led Zeppelin Geschichte. Jimmy Page war Meister an der Akustikgitarre ebenso wie an der E-Gitarre. Er war nicht nur Live ein Genie, sondern beeindruckte auch mit seiner Art und Weise Songs aufzunehmen und im Studio zu bearbeiten. Obwohl Page bereits vor der Gründung von Led Zeppelin ein großartiger Sessionsgitarrist war, brachte Led Zeppelin sein ganzes Talent zum Vorschein. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Heartbreaker“, „Kashmir“, „Dazed and Confused,“

Jimmy Page
Jimi Hendrix
James Marshall „Jimi“ Hendrix gilt wohl als der beste und einer der talentiertesten Gitarristen, den die Musikbranche je gesehen hat. Im Alter von 15 Jahren versuchte Hendrix sich erstmals an der Gitarre. Der in Seattle geborene Künstler verbrachte eine kurze Zeit in der US-Armee, doch er wurde vorzeitig entlassen. Sogar während seiner Zeit beim Militär ging ihm die Musik nicht aus dem Kopf und er übte ständig an der Gitarre. Schließlich wurde er vorzeitig entlassen und seine Musikkarriere konnte ins Rollen kommen. Hendrix beeindruckte mit scheinbarer Leichtigkeit und gleichzeitiger Komplexität an der Gitarre und war auch unter Kollegen sehr beliebt. Seiner Karriere wurde im Jahr 1970 ein jähes Ende gesetzt, nachdem auf Grund des Konsums von Schlaftabletten und Alkohol erstickt war. Seine besten Songs auf der Gitarre sind: „Purple Haze“, „Little Wing.“ „Foxy Lady“, „Hey Joe“, „The Star-Spangled Banner“

Jimi Hendrix
Derek Trucks
Trucks nahm zum ersten Mal im Alter von neun Jahren eine Gitarre in die Hand. Er spielte bei zunehmendem instrumentalistischem Können mit zahlreichen lokalen Musikern, die sein herausragendes Talent anerkannten. Mit elf Jahren hatte er seinen ersten eigenen Auftritt und mit zwölf seine erste Band. Ab diesem Zeitpunkt spielte er so viel wie ein professioneller Musiker. 1994 gründete er schließlich die Derek Trucks Band. Trucks’ Stil ist vor allem von Blues- und Slidegitarristen wie Duane Allman oder Elmore James geprägt. Auf ein Plektrum verzichtet er völlig. Trucks spielt in seinen Soli vor allem die klassische Blues-Skala, jedoch oft mit klassischen indischen Einschlägen. In den meisten seiner Gitarren-Soli sind indische Raga-Elemente hörbar.

Derek Trucks
Les Paul
Lester William Polsfuss war ein US-amerikanischer Gitarrist, der wesentlich an der Entwicklung moderner Aufnahmetechniken beteiligt war, indem er Pionierarbeit im Bereich des „Multitrack Recordings“ und zahlreicher Echo- bzw. Halleffekte leistete. Außerdem war er maßgeblich an der Weiterentwicklung der elektrischen Gitarre beteiligt; die von ihm entworfene und von der Firma Gibson gebaute Solidbody-E-Gitarre zählt zu den berühmtesten Modellen überhaupt und wird nach ihm Gibson Les Paul genannt.

Les Paul
James Burton
James Burton prägte die Geschichte der Country- und Rock’n Roll-Musik und wurde zum Vorbild für eine ganze Generation von Country- und Rock-Gitarristen. Beeinflusst wurde er u. a. von Bo Diddley, Chet Atkins, Chuck Berry und Merle Travis. Mit 13 Jahren erhielt er seine erste Gitarre, mit 14 hatte er seinen ersten Auftritt in der Radioshow Louisiana Hayride. Schon mit 15 spielte er den berühmten Susie Q-Lick für Dale Hawkins. 1955 schloss er einen Vertrag mit dem Label „Chess Records“. Zusammen mit James Kirkland und Bob Luman hatte er den Hit My Gal Is Red Hot. Von 1958 bis 1964 spielte er in der Band von Rick Nelson mit dem Hit Hello Mary Lou. Burton wurde zu einem der gefragtesten Sessiongitarristen im amerikanischen Musikbusiness. Sein Sound verhalf nicht zuletzt Elvis Presley zu seinem 1970er-Jahre-Comeback. Außerdem arbeitete er mit Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison, Emmylou Harris und Johnny Cash. In Zusammenarbeit mit Merle Haggard war er an der Entwicklung des „Bakersfield-Sound“ beteiligt. 1968 wurde der Künstler für den Country Music Award als „Best Lead Guitar“ nominiert. Es folgten noch sieben weitere Nominierungen, bevor er den Award erhielt. Wesentlichen Anteil hatte Burton am Erfolg Elvis Presleys Anfang der 1970er Jahre.

James Burton
Chet Atkins
Er wuchs nach der Scheidung der Eltern gemeinsam mit den Geschwistern bei seiner Mutter auf. Seine Brüder Lowell und Jim Atkins, die selbst Gitarre spielten, überredeten ihn, sich an der Fiddle zu versuchen. Mit neun Jahren tauschte er eine alte Pistole gegen eine Gitarre ein und begann auf dieser zu üben. Sein Vorbild war Merle Travis, dessen „rollenden“ Stil er zu imitieren versuchte. Anders als Travis, der für sein sogenanntes „Travis-Picking“ mit Daumen und Zeigefinger bekannt ist, benutzte Atkins Daumen, Zeigefinger und Ringfinger für den von ihm gespielten Picking-Stil. Nach seinem Schulabschluss 1941 bekam Atkins ein Engagement als Fiddler in der Bill Carlisle Radioshow in Knoxville in Tennessee.

Chet Atkins
Buddy Guy
Guy begann im Alter von 13 Jahren Gitarre zu spielen. Er brachte sich das Spielen anhand einer Aufnahme von John Lee Hooker selber bei. Bald darauf trat er mit verschiedenen Bands in der Umgebung der Stadt Baton Rouge auf. Nach kurzer Zeit hatte er sich ein größeres Repertoire zugelegt, war allerdings zu schüchtern, es jemandem vorzuspielen. Nachdem ihn ein Freund von der High School hatte spielen hören, überredete dieser ihn, einen Schoolboy-Whiskey zu trinken. In angetrunkenem Zustand spielte er in einem Club vor und bekam einen Vertrag.

Buddy Guy
Albert King
Albert King wurde als eines von 13 Kindern unter dem Namen Albert Nelson in Indianola geboren. In derselben Region kam auch B. B. King 1925 zur Welt. Albert King brachte sich das Gitarrespielen auf selbstgebauten „Gitarren“ bei, indem er versuchte, Stücke von Lonnie Johnson und Blind Lemon Jefferson nachzuspielen. Erst 1942 begann er, auf einer richtigen Gitarre zu spielen. Diese hatte er als Linkshänder wie eine Rechtshänder-Gitarre bespannt, also mit der höchsten Saite oben. In dieser Zeit beeinflussten ihn vor allem Robert Nighthawk und Elmore James. Während der 1940er Jahre versuchte er in St. Louis sein Glück als Musiker. Später spielte er in Gary, Indiana mit den bekannten Gitarristen Jimmy Reed und John Brim zusammen, allerdings als Schlagzeuger.

Albert King
Brian May
May war zusammen mit Leadsänger Freddie Mercury und Schlagzeuger Roger Taylor Gründungsmitglied von Queen, nachdem er zuvor mit Taylor in der Band Smile gespielt hatte. Nach der Komplettierung der Besetzung durch Bassist John Deacon etablierten sich Queen als eine der führenden britischen Rockbands. Von Mitte der 1970er Jahre bis zu Beginn der 1990er Jahre war Queen fast ständig in den britischen Musikcharts vertreten. Mit Queen erlangte May weltweite Bekanntheit als virtuoser Musiker. Zu seinen typischen Stilmitteln gehören die Rückkopplung und der Echo-Effekt seiner selbstgebauten Gitarre Red Special. Die Verwendung von Münzen anstelle eines Plektrums prägte Queens typischen Gitarren-Klang ebenfalls.

Brian May
Scotty Moore
Im Sommer 1954 wurde Moore von Marion Keisker, einer Sekretärin von Sam Phillips, der junge Sänger Elvis Presley empfohlen. Im Juli 1954 machten Moore und Black die ersten Plattenaufnahmen mit Presley, bei denen unter anderem das Lied That’s All Right aufgenommen wurde; ein Stück des schwarzen Sängers Arthur „Big Boy“ Crudup. Presley, Black und Moore gründeten daraufhin zusammen mit dem Schlagzeuger D. J. Fontana die Band Blue Moon Boys. Moore übernahm vorübergehend das Management von Presley, und die Blue Moon Boys begannen mit Tourneen durch den Süden der USA. Mit zunehmendem Erfolg trat der Bandname zugunsten des Namens Elvis Presley in den Hintergrund.

Scotty Moore
Bo Diddley
Durch Billy Boy Arnold versuchte Ellas McDaniel alias Bo Diddley bei verschiedenen Plattenfirmen unterzukommen. Er schaffte es schließlich mit seinen beiden Stücken Bo Diddley und I’m a Man bei Chess Records. Auf dieser Single wirkten auch Willie Dixon und Otis Spann mit. Aufgrund des Erfolges spielte er landesweit einige Konzerte, unter anderem im Apollo Theater in New York City, wo er den bis zu diesem Zeitpunkt gehaltenen Zuschauerrekord von Sammy Davis Junior brach. In den folgenden Jahren war er immer wieder in den Charts zu hören und entwickelte sich zu einem vielseitigen Musiker.

Bo Diddley
Johnny Ramone
Seine ersten musikalischen Erfahrungen machte Johnny etwa Mitte der 1960er Jahre an der Forest Hills Highschool in Queens – als Bassist der Schülerband „Tangerine Puppets“. Hier traf er auch zum ersten Mal auf Thomas Erdelyi, der in der Band Gitarre spielte und später unter dem Namen Tommy Ramone als Schlagzeuger und Produzent der Ramones bekannt wurde. Ebenfalls an dieser Highschool (an der er nach eigener Aussage keinen einzigen Schultag fehlte) befreundete er sich mit Douglas Colvin, später bekannt als Dee Dee Ramone, und kam in Kontakt mit Jeffrey Hyman (später Joey Ramone), den er jedoch zunächst als vermeintlichen „Hippie“ ablehnte.

Johnny Ramone
Elmore James
Elmore James wurde 1918 als unehelicher Sohn von Leora Brooks in Richland (nach anderen Quellen in Lexington oder Canton), Mississippi geboren. Er arbeitete in der Landwirtschaft, bevor er seine Karriere als Wandermusiker begann. Hier arbeitete er mit Musikern wie Robert Johnson, der ihn stark prägte, und Sonny Boy Williamson II. (Rice Miller) zusammen. Robert Johnson beeinflusste sowohl seinen Gitarrenstil als auch einen Teil seines Repertoires (Dust My Broom und Crossroads). Begleitet von seinem kraftvollen Spiel auf einer verstärkten Slide-Gitarre und seiner Falsettstimme wurde Elmore James zu einem der einflussreichsten Musiker des elektrifizierten Chicago Blues.

Elmore James
Ron Asheton
Er war Gründungsmitglied und von 1967 bis 1971 Leadgitarrist, von 1972 bis 1974 Bassist der US-amerikanischen Rockband The Stooges. Gemeinsam mit Iggy Pop schrieb er auch für die ersten beiden Musikalben The Stooges und Fun House die Songs. Er wurde auf Drängen von Iggy Pop bei Raw Power an den Bass versetzt. Die Gitarrenarbeit übernahm James Williamson. Er war auch der Leadgitarrist von The New Order, New Race, Destroy All Monsters und Dark Carnival. Er trat zusammen mit Gunnar Hansen (Leatherface) im Film Moskito auf.

Ron Asheton
Stephen Stills
Schließlich begann Stills seine Karriere Anfang der 1960er-Jahre in New York. Hier spielte er mit den Au Go Go Singers, der „Hausband“ des New Yorker Clubs Cafe au go go, mit denen er 1964 eine Platte veröffentlichte. Mit dabei war auch Richie Furay. Auf einer Tournee der Band lernten beide den zu dieser Zeit vor allem in New Yorker Folk-Cafés auftretenden Neil Young kennen, mit dem Stills zusammen bei den Mynah Birds von Rick James und später bei Freeway Traffic Jam und im Laufe seiner Karriere immer wieder zusammenarbeitete. 1966 gründete Stills mit Young, Furay, Bruce Palmer und Dewey Martin die aus Freeway Traffic Jam hervorgegangene Band Buffalo Springfield. Deren größter Hit, For What It’s Worth, stammte aus seiner Feder. Anderthalb Jahre und drei Alben später brach Buffalo Springfield endgültig auseinander und Stills spielte mit Al Kooper und Mike Bloomfield das Album Super Session (1968) ein, das auf Platz 12 der US-Charts stieg.

Stephen Stills
The Edge
In der High-School nahm Evans Klavier- und Gitarren-Unterricht. Er trat oft zusammen mit seinem Bruder Dick auf; zusammen mit ihm baute er auch eine E-Gitarre. 1976 meldeten sich die beiden auf einen Aushang von Larry Mullen junior, der Musiker suchte, um eine Rockband zu gründen. Diese Band wechselte mehrfach ihren Namen, 1978 stieg Evans’ Bruder Dick wieder aus; kurz darauf nahm die Band ihren endgültigen Namen U2 an. Damals bekam Evans auch von Bono seinen Namen „The Edge“ (Englisch „der Rand, die Kante“). Für diesen Namen gibt es zwei mögliche Begründungen; Bono behauptet, der Name rühre daher, dass Evans einen besonders scharfen Verstand habe. In Fankreisen hält sich jedoch die Meinung, dass diese Bezeichnung eher auf The Edges scharf geschnittene Gesichtszüge anspielt.

The Edge
Freddie King
Freddie King wurde als Frederick Christian geboren und erhielt seinen ersten Gitarrenunterricht von seiner Mutter und seinem Onkel. Ursprünglich spielte er ländlichen akustischen Blues in der Nachfolge von Lightnin’ Hopkins, aber schon als Teenager fühlte er sich vom raueren Chicago Blues angezogen. Er ging im Jahr 1950 mit seiner Familie nach Chicago und gründete bald seine eigene Band, The Every Hour Blues Boys, später spielte er mit Bands von Little Sonny Cooper und Hound Dog Taylor zusammen. Vermutlich durch den Einfluss von Hound Dog Taylor entwickelte Freddie King in dieser Zeit seinen rauen Bluesstil auf der elektrischen Gitarre.

Freddie King
Mike Bloomfield
Mitte der 1960er Jahre spielte er mit The Butterfield Blues Band, er war auch an deren gleichnamigem ersten Album beteiligt. Er arbeitete für Bob Dylan und dessen Album Highway 61 Revisited und trat 1965 mit ihm auf dem Newport Folk Festival auf, wo sich das Folk-Publikum jedoch über die elektrisch verstärkte Rockband aufregte. 1967 war Bloomfield Mitbegründer der Gruppe The Electric Flag, die allerdings bereits ein Jahr später wieder auseinanderbrach. Mit Al Kooper spielte Bloomfield 1968 eine Seite der Platte Super Session ein, auf der anderen Seite war Stephen Stills neben Al Kooper zu hören. Die Platte erreichte Platz 12 der US-amerikanischen LP-Charts. Ein Jahr später gelangten Bloomfield und Kooper mit The Live Adventures of Mike Bloomfield and Al Kooper bis auf Platz 18. Beide Alben waren damit kommerziell erfolgreicher als die Alben der Butterfield Blues Band und von Electric Flag.

Mike Bloomfield
Warren Haynes
Um 1987 begann seine Zusammenarbeit mit Dickey Betts, die im Jahr 1988 zu der Veröffentlichung des Albums Pattern Disruptive führte. Bei der Reunion der Allman Brothers 1989 nahm Betts ihn als zweiten Gitarristen mit. Es kam hier zu den ersten Aufnahmen mit den Allman Brothers, wie z. B. dem Album Where It All Begins. 1994 gründete Warren Haynes mit dem damaligen Allman-Brothers-Band-Bassisten Allen Woody und dem Dickey-Betts-Band-Drummer Matt Abts die Bluesrockband Gov’t Mule. Haynes ist Gründer der Plattenfirma Evil Teen Records. David Fricke vom „Rolling Stone Magazine“ wählte Warren Haynes auf Platz 23 der 100 größten Gitarristen aller Zeiten.

Warren Haynes
Jack White
Jack White wuchs in einer katholischen Großfamilie mit neun Geschwistern auf. Mit 11 Jahren begann er, Schlagzeug zu spielen, mit 15 Gitarre. Ab 1992 studierte er Musik an der Cass Technical High School und machte nebenbei eine Ausbildung in einem Polstereibetrieb. Zu dieser Zeit eröffnete Jack White seine eigene Polsterei, die Third Man Upholstery. Das Farbschema war, ähnlich wie bei seinem heutigen Label Third Man Records, gelb und schwarz. Der Werbeslogan lautete „Your furniture is not dead“, und obwohl das Geschäft nicht schlecht lief, machte White das Dasein als Polsterer keinen Spaß; so schrieb er Gedichte in die Innenseite der Möbel. Seinen ersten professionellen Auftritt spielte White als Schlagzeuger in der Band Goober & the Peas.

Jack White
John Frusicante
John Frusciante war mit 15 Jahren begeistert von den Red Hot Chili Peppers. Er hatte alle Texte, Gitarren- und Bassriffs ihrer Lieder einstudiert. Als er 1988 nach Hollywood zog, traf er dort bei einer Session auf den ehemaligen Dead-Kennedys-Schlagzeuger D. H. Peligro, welcher den Kontakt zwischen Frusciante und den „Chilis“ herstellte. Nach dem Tod ihres Gitarristen Hillel Slovak am 25. Juni 1988 wurde Frusciante in die Band aufgenommen. Ihr erstes gemeinsames Album Mother’s Milk war bereits erfolgreich, mit dem Album Blood Sugar Sex Magik schaffte die Band den kommerziellen Durchbruch. Während der Arbeiten zu diesem Album kriselte es in der Band. So berichtet Frusciante, dass er bereits im Jahr 1991 mit dem Gedanken spielte, die Band zu verlassen. Dem erhöhten Leistungsdruck sowie dem steigenden Bekanntheitsgrad der Red Hot Chili Peppers fühlte er sich nicht mehr gewachsen.

John Frusicante
Richard Thompson
1967 gehörte Thompson zur Gründungs-Besetzung von Fairport Convention. Er blieb für fünf Studio-Alben und ein Live-Album bei der Band, bis er sich 1971 entschied, eine Solokarriere zu starten. Während der Aufnahmen zu seinem Solodebüt Henry the Human Fly arbeitete Thompson zusätzlich als Studiomusiker für seine ehemaligen Fairport-Convention-Kollegen Sandy Denny und Ian Matthews. Henry the Human Fly kam 1972 auf den Markt, kommerziell ein Flop – Thompson bezeichnete es einmal als das am schnellsten vom Markt genommene Album in der Geschichte seiner amerikanischen Plattenfirma Warner Brothers. Im gleichen Jahr war Thompson außerdem Mitglied der kurzlebigen Folkrock-Formationen The Bunch und Morris On, bei denen verschiedene Größen der englischen Folk-Szene spielten.

Richard Thompson
Kirk Hammett
Er stieg 1983 bei Metallica ein, nachdem sein Vorgänger Dave Mustaine wegen Drogen- und Alkoholproblemen von der Gruppe entlassen worden war. Kurz danach nahm Hammett mit Metallica deren erstes Album Kill ’Em All auf. Zu diesem Zeitpunkt nahm er zusätzlichen Unterricht beim Gitarrenvirtuosen Joe Satriani. Obwohl Hammett hauptsächlich erster Gitarrist ist, beteiligt er sich seit Mitte der 80er-Jahre auch am Schreiben der Lieder, außerdem hat er auf dem Album St. Anger auch an der Erstellung der Texte mitgewirkt. Eines seiner bekanntesten Riffs ist das Anfangsriff von Enter Sandman. Beim letzten Konzert der Spastik Children, der „Spaßband“ unter anderem von James Hetfield, vertrat er den tödlich verunglückten Bassisten Cliff Burton am Bass.

Kirk Hammett
Kurt Cobain
Zum 14. Geburtstag bekam Cobain von seinem Onkel Chuck seine erste Gitarre geschenkt. Mit 15 Jahren lernte er 1982 Krist Novoselić kennen, mit dem er jedoch erst einige Zeit später zusammen Musik machte. In den folgenden Jahren freundete sich Cobain auch mit Buzz Osborne (Sänger/Gitarrist) und Dale Crover (Schlagzeuger), beide von der Band The Melvins, an. Er und Crover spielten auch zusammen bei Fecal Matter, Cobains erstem Musikprojekt. Auch wenn der spätere Musikstil nur noch wenig mit dem der Melvins zu tun hatte, beeinflusste ihn Buzz entscheidend, der ihn an Indie- und Punkrock heranführte.

Kurt Cobain
Jerry Garcia
1960 verließ er die High School und trat in den Militärdienst ein, wurde aber bald wieder entlassen, nachdem er wiederholt nicht zum Dienst erschienen war. Er kehrte zurück nach San Francisco und traf dort den Dichter Robert Hunter, mit dem er später so gut wie alle seine Lieder für die Grateful Dead und seine Soloprojekte schrieb. García kaufte in Dana Morgans Musikladen ein Banjo von dem jungen Angestellten Bill Kreutzmann, der später Schlagzeuger bei den Grateful Dead wurde. García spielte zu dieser Zeit in einigen Bluegrass-Bands. Zu dieser Zeit gründete er mit Bob Weir, Bob Matthews, Marshall Leicster, Tom Stone und Ron McKernan (alias Pigpen), die sich alle regelmäßig in Dana Morgans Musikladen aufhielten, die Bluegrass-Band Mother McCree’s Uptown Jug Champions. Auf Drängen Pigpens entwickelte sich Mother McCree immer mehr zum Elektrischen hin, und so wurden aus der Formation 1965 die Warlocks und später im selben Jahr schließlich die Grateful Dead.

Jerry Garcia
Ry Cooder
Cooder spielte als Session-Gitarrist unter anderem für Taj Mahal, in dessen erster Band Rising Sons er als Gründungsmitglied schon 1965/66 mitgewirkt hatte, und die Rolling Stones. Bei zwei Stücken des Albums Safe as Milk (1967) von Captain Beefheart & His Magic Band war er als Arrangeur tätig und spielte die Slide-Gitarre ein, bevor er ab 1970 Soloalben aufzunehmen begann. Auf diesen Alben bot Cooder eine stilistische Bandbreite von beeindruckender Qualität. Bereits als Fünfzehnjähriger erlernte er das Spielen mit dem Bottleneck und gilt bis heute als einer der besten Slide-Gitarristen. Ry Cooder benutzt zum Slide-Spiel vor allem einen eigens dafür präparierten Knochen. Er beherrscht eine Vielzahl von Saiteninstrumenten (Mandoline, Saz und Bajo Sexto). Der große kommerzielle Durchbruch blieb ihm jedoch verwehrt, auch weil er mit seiner eklektizistischen Liedauswahl nicht unbedingt den Hörgewohnheiten eines Massenpublikums entsprach.

Ry Cooder
Thurston Moore
Moore wurde in Coral Gables, Florida geboren und wuchs dort und in Bethel, Connecticut auf. Ein Studium der Publizistik, das er 1976 an der Western Connecticut State University begonnen hatte, brach er nach einem Semester ab, um dann nach New York zu ziehen. 1980 wurde er Mitglied von Glenn Brancas Ensemble, in der zu dieser Zeit bereits Lee Ranaldo spielte. Dort begegnete er erstmals den alternativen Gitarren-Stimmungen, die später auch ein typisches Markenzeichen der Gitarrenarbeit von Sonic Youth werden sollten. Moore spielte mit Branca auch einige seiner ersten Symphonien ein. Moore betreibt außerdem das Independent-Label Ecstatic Peace!, auf dem aber nur selten Aufnahmen von Sonic Youth erscheinen. Neben einigen Werken von Künstlern wie Lydia Lunch oder Karlheinz Stockhausen erscheinen dort vor allem Arbeiten unbekannterer Musiker wie Fursaxa, Hush Arbors und Arthur Doyle.

Thurston Moore